Funkwetterstationen und der Empfang – Ein schwieriges Thema

Funkwetterstationen machen nur Spaß, wenn Sie eine stabile Funkverbindung zwischen Sensor und Basisstation haben. Im Gegensatz zu kabelgebundenen Wetterstationen unterliegen Funkwetterstationen äußeren Einflüssen, die die Funkübertragung beeinflussen. Den Sensor-Aufstellungsorten steht somit eine kritische Größe gegenüber: Der Empfang.

Vertrauen Sie den Herstellerangaben hinsichtlich der Empfangsreichweite nicht blind!

Eines Vorweg: Die Herstellerangaben der Übertragungsreichweiten von Funkwetterstations-Sensoren werden nur sehr selten erreicht. Gibt zB der Hersteller 100 Meter Empfangsreichweite (zumeist mit dem Hinweis „Freifeld“) an, wird diese Distanz nur unter perfekten Rahmenbedingungen erreicht. Auch ich musste bereits die leidige Erfahrung machen, dass schon kleinste Hindernisse den Empfang von Funkwetterstationen auf die Hälfte oder weniger reduzieren können.

Der Empfang ist essentiell für FunkwetterstationenDeshalb sollten Sie sich unbedingt VOR dem Kauf Ihrer Funkwetterstation Gedanken über mögliche Aufstellungsorte machen. Ich ging sogar soweit, dass ich mir für jeden Sensor eine Aufstellungsalternative gesucht habe, um im Notfall den Standort des Sensors wechseln zu können. Dasselbe gilt für die Basisstation im Haus/in der Wohnung. Oft heißt hier das Motto: Probieren, probieren, probieren, bis Sie den optimalen Standort gefunden haben, der Ihnen eine stabile Funkverbindung bringt. Nichts ist ärgerlicher, als Datenlücken aufgrund von Empfangsausfällen in Ihren Aufzeichnungen der Wetterdaten vorzufinden (sofern Sie eine Funkwetterstation mit USB- oder Speicherfunktion besitzen)!

Folgende Hindernisse können den Empfang von Funkwetterstationen mehr oder weniger stark einschränken:

Hier finden Sie einen Auszug von möglichen Störquellen der Funkverbindung:

  • (dicke) Wände
  • Bäume, Sträucher im Garten
  • WLAN im Haus
  • Funksignale jeder anderen Art (zB Mobilfunk)
  • elektromagnetische Felder, wie zB Computerbildschirm neben der Station
  • jegliche elektronischen Geräte in der Nähe
  • starker Nebel
  • Stromleitungen im Garten
  • etc…

Diese Störquellen, können, müssen aber die Funkverbindung der Funkwetterstation nicht beeinträchtigen. Gehen Sie aber davon aus, dass eine einzige Wand zwischen Sensor und Basisstation die Herstellerangaben um etliche Meter reduziert. Und wer hat schon keine Wand zwischen der Funkübertragung? Bestimmt bloß die wenigsten. Deshalb: Achten Sie schon vor dem Kauf auf mögliche Störquellen und machen Sie sich Gedanken über Aufstellungsorte sowohl der Basisstation als auch der Sensoren! Achten Sie auf möglichst wenige Störquellen in der gedachten Linie und im Umfeld der Funkverbindung. Dann werden Sie viel Freude mit Ihrer Funkwetterstation haben!

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4 Kommentare zu “Funkwetterstationen und der Empfang – Ein schwieriges Thema

  1. Gibt es auch gute Funkwetterstationen, die ohne Batterien betrieben werden können?
    Meine bisherigen Erfahrungen mit mehreren Geräten: Batteriewechsel alle 3 – 4 Monate!

    Danke und Gruß DS

    • Der Funksender wird immer mit Batterien betrieben, bei der Basissation gibt es einige strombetriebene Modelle. Ich kann Ihre Beobachtung nicht bestätigen, der Großteil der Geräte kommt locker auf 12-24 Monate Batterielebensdauer. Sicher gibt es auch Ausnahmen

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