www.funkwetterstationen-test.com hat sich zum Ziel gesetzt, professionell und unabhängig Tests von Funkwetterstationen, Temperaturstationen, Hygrometer usw. durchzuführen. Um diesen Ansprüchen gerecht zu werden, gilt es bei den Tests der Funkwetterstationen selbst auferlegte Richtlinien einzuhalten, um die Tests vergleichbar und hochwertig zu machen. Hier erkläre ich Ihnen, wie ich zu den Punktesteständen komme. Sollten Sie weitere Fragen haben, können Sie mich jederzeit kontaktieren.

Jeder Test erfolgt mit der Funkwetterstation selbst

Professionelle Testberichte von verschiedenen Funkwetterstationen

Hier wird die Temperatur getestet: Funkwetterstationen, Funksender und Referenzthermometer werden stündlich abgelesen

Im Internet kursieren viele Funkwetterstations-Seiten, die mit Tests werben, allerdings dabei nur Produktrezensionen oder ausführliche Produktbeschreibungen wie Tests aussehen lassen. Diese haben aber die Funkwetterstation, Wetterstation oder Temperaturstation nie physisch getestet. Auf www.funkwetterstationen-test.com wird jede Funkwetterstation gekauft (!) und mindestens 4 Wochen getestet. Sie können sich bei meinen Funkwetterstationen Tests also sicher sein, dass tatsächlich das Gerät getestet wurde. Selbstgemachte Produktfotos sollen Ihnen das bestätigen.

Die Auswahl der Wetterstationen

Ich kaufe die Wetterstationen selbst, bekomme keinerlei Vergütung oder arbeite für einen Hersteller. Ich arbeite völlig unabhängig und kann so eine völlige Objektivität garantieren. Ich nehme eine Vorauswahl der Wetterstationen vor, indem ich Kundenbewertungen im Internet lese. Ich will hauptsächlich jene Wetterstationen testen, die für viele Menschen interessant sind und eher gute (Amazon)Bewertungen haben, oder ganz neue Geräte. Geräte, die zu 80 % negative Bewertungen haben, will ich nicht testen. Warum sollten meine Ergebnisse viel anders ausfallen? Deshalb treffe ich eine Vorauswahl nach erwarteter (!) Qualität und deshalb werden Sie bei meinen Testberichten eher gute Testergebnisse finden.

Die Punktevergabe – Die Vorgehensweise

Die Wettervorhersage – Gewichtung 15 %

Da die Wettervorhersage bei allen luftdruckbasierten Wettervorhersagen ähnlich funktioniert, bewerte ich hier in erster Linie die Anzahl der Funktionen, die die Wettervorhersage hat: Wieviel Wettersymbole gibt es? Gibt es ein Luftdruckdiagramm? Gibt es Tendenzpfeile? Wird der Luftdruckwert angezeigt? Die Anzahl dieser Funktionen unterliegt einem Bewertungsschlüssel, die Wetterstationen mit den meisten Funktionen bekommen 10 Punkte.

Die Optik und Verarbeitung im Test – Gewichtung 9 %

Hier überprüfe ich, wie gut die Geräte verarbeitet sind, welche Materialien verwendet wurden und ob sie objektiv betrachtet schön und benutzerfreundlich gestaltet wurden. Für die Punktevergabe setze ich die Wetterstationen in Relation zueinander. Denn es gibt keine „beste“ Wetterstation hinsichtlich der Optik. Die objektiv betrachtet am hochwertigsten produzierten Wetterstationen bekommen 10 Punkte.

Die Funktionsvielfalt – Gewichtung 14 %

Ich habe eine Liste mit ca. 17 wichtigen Funktionen, die Wetterstationen haben (können). Auch hier habe ich einen Bewertungsschlüssel. Ab 13 Funktionen gibt es 10 Punkte.

Messgenauigkeit – Gewichtung 14 %

Dieser Test ist am aufwändigsten. Die Temperaturmessung ist für die meisten der Hauptgrund für die Anschaffung einer Funkwetterstation. Deshalb wird hier die Funkwetterstation so exakt wie möglich getestet. Als Referenzthermometer zum Testen dient der Greisinger GTH175, der eine enge Toleranz von +/- 0,2 °C aufweist. Zum Vergleich: Hobby-Wetterstationen bis ca. 500 Euro weisen großteils eine Toleranz von +/-1 °C auf.

Da Thermometer in der Regel bei unterschiedlichen Temperaturen unterschiedliche Abweichungen haben, werden die Testmessungen des Funk-Außensenders bei drei Temperaturlevel durchgeführt. Einmal bei Zimmertemperatur in einem geschlossenen Raum. Der zweite Temperaturlevel findet sich im Kühlschrank bei ca. 6 °C. Der dritte im Gefrierfach bei ca. -25 °C. Bei jedem Temperaturlevel werden je 5 Messungen durchgeführt, in Summe also 15 Messungen. Es wird stets darauf geachtet, dass beim Funkwetterstationen Test keine äußeren Einflüsse auf die gemessenen Temperaturen einwirken. Zwischen jeder Testmessung muss mindestens eine Stunde liegen, bei Kühlschrankmessungen darf eine Stunde vor einer Testmessung die Kühlschranktür nicht geöffnet werden.

Die Innentemperaturmessung der Basisstation erfolgt nur bei Zimmertemperatur, hier werden ebenfalls 5 Messungen durchgeführt, zeitgleich mit der Messung der Abweichungen des Funksenders bei Raumtemperatur (siehe Bild). So kann auch die Abweichung zwischen Basisstation-Raumtemperatur und Funksender-Raumtemperatur verglichen werden.

Der Grund, warum nicht im Freien gemessen und getestet wird, ist folgender: Direktes Sonnenlicht und auch indirekte Strahlung verfälschen die Werte. In geschlossenen Räumen werden diese Faktoren eliminiert und es sind viel genauere Testmessungen möglich.

Trotz aller Sorgfalt muss jedoch die Toleranz des Referenzthermometers beachtet werden, der theoretisch ebenfalls um den (geringen) Betrag von 0,2 °C schwanken kann.

Genauigkeit der relativen Luftfeuchtigkeitsmessung

Die Luftfeuchtigkeitsmessung wird mit dem sogenannten Kochsalzlösungstest überprüft. Dazu wird der Funksender/die Wetterstation in einen Behälter gelegt, in dem sich ca. 3 mm Wasser und normales Kochsalz befinden. Dabei muss soviel Kochsalz im Wasser gelöst sein, dass sich das Kochsalz nicht mehr vollständig lösen kann. Anschließend wird der Behälter luftdicht verschlossen. Nach ca. 8 Stunden ist die exakte relative Luftfeuchtigkeit in dem Behälter 75 %. Das sollten die Messgeräte dann natürlich auch anzeigen, ist das nicht der Fall, ist das die Abweichung, die ich in den Testberichten angebe. Dieser Test ist dank der Physik sehr genau!

Diese Ergebnisse werden in eine Tabelle eingefügt und mit allen Wetterstationen verglichen. Je genauer, desto eher gibt es 10 Punkte.

Test der Funkverbindung – Gewichtung 13 %

Die Position des Außensenders am „Testgelände“ ist vorgegeben und kann nicht verändert werden. Er befindet sich 7 Meter von der Hauswand entfernt im Garten an meinem Wettermast. Die Basisstation wird innerhalb der Wohnung für jeweils mindestens 24 Stunden in verschiedenste Zimmer positioniert. Dabei sind im entlegensten Zimmer im ersten Stock zwischen Sender und Basisstation eine Terrassentür mit 3fach-Verglasung (nachts mit runtergelassenem Rolladen), eine Stahlbeton-Decke und eine Ziegel-Wand mit insgesamt ca. 15 Meter Luftlinie. Bei konstanter Funkverbindung (mind. 1 Woche) an diesem Standort gibt es 10 Punkte. Sollten hier negative Erfahrungen mit der Funkverbindung der Funkwetterstation gemacht werden, wird das im jeweiligen Testbericht erwähnt. Bitte beachten Sie stets: Die Stabilität der Funkverbindung ist in erster Linie von Ihrem Standort und Ihren Gegebenheiten vor Ort abhängig, oft spielt die Funkwetterstation selbst eine untergeordnete Rolle. Wirklich empfangsschwache Funkwetterstationen würden bei meinen Testbedingungen auf alle Fälle negativ auffallen – dies erfahren Sie in den Funkwetterstationen Tests. Hier lesen Sie Tipps für einen besseren Empfang.

Displayqualität – Gewichtung 9 %

Hier gehe darauf ein, wie gut die Ablesbarkeit ist, und zwar aus allen (auch extremen) Blickwinkeln. Gibt es LCD-Schattenbilder? Wie groß ist die Schrift? Ist das Display verspiegelt? Kann aus größerer Distanz abgelesen werden? Hier ist die Bandbreite an Qualität leider enorm, ich habe schon viele „perfekte“ Displays in den Händen gehalten, aber auch schon einige, die für viel Frust sorgten.

So wird die Reaktionsgeschwindigkeit des Funksenders getestet – Gewichtung 4 %

Nicht nur die Genauigkeit der Temperaturmessung, auch die Reaktionsgeschwindigkeit des Funksenders spielen für ambitionierte Hobbymeteorologen eine Rolle. So kann bei rascherer Reaktion zB der Temperaturabfall bei Gewittern viel zeitnaher mitverfolgt werden. Dabei spielen zwei Faktoren eine Rolle. Die Übertragungshäufigkeit des Temperatur-Senders (meist in Sekunden angegeben) und die Reaktionsgeschwindigkeit der Temperaturmessung an sich. Ersteres ist meist in der Bedienungsanleitung definiert und kann nicht getestet werden, zweiteres wird wie folgt getestet: Der Außensender der Funkwetterstation wird auf Raumtemperatur gebracht und anschließend rasch in den Kühlschrank gelegt. Dann wird jede volle Minute der angezeigte Temperaturwert mitnotiert. Aus diesen Werten lassen sich schöne Temperaturdiagramme visualisieren, die mit den anderen Funkwetterstationen verglichen werden können. So kann man reaktionsschnelle und reaktionslangsame Funkwetterstationen miteinander vergleichen. Die schnellsten Wetterstationen bekommen 10 Punkte.

Die Erweiterbarkeit – Gewichtung 2 %

Kann die Wetterstation auf mehrere Außensender erweitert werden? Wenn ja, gibt es 10 Punkte, wenn nein, dann 0 Punkte. Dazwischen gibt es keinen Punktestand.

Die Bedienung – Gewichtung 7 %

Wieviele Tasten hat das Gerät? Sind die Tasten auf der Vorder- bzw. Rückseite? Sind die wichtigsten Tasten an der Vorderseite? Kommen auch ältere Menschen damit klar? Diese Faktoren werden miteinander verglichen und bewertet – 10 Punkte für einfache, logische Bedienung.

Preis-Leistung – Gewichtung 13 %

Hier wird das bisherige Punktergebnis in Relation zum Preis gesetzt. Als Preis wird jener zum Zeitpunkt des Tests herangezogen.

Tests von Funkthermometern ohne Wettervorhersage und satellitengestützte Wetterstationen unterliegen einer leicht veränderten Gewichtung, das Test-Prozedere ist aber das selbe. Deshalb gibt es unter Testergebnisse für die Produktgruppen eigene Rankings.