Test der TFA Nexus - Temperaturmessung mit Strahlenschutz

Zu hohe gemessene Temperaturen? Der optimale Standort für den Funksender

Viele Nutzer von Funkwetterstationen stöhnen über viel zu hohe gemessene Temperaturen des Funksenders. Mit einfachen Regeln können Sie aber viel genauere Werte erreichen. Es gibt aber noch weitere Grundregeln beim Standort des Funksenders zu beachten. Hier lesen Sie, wie Sie das Beste aus Ihrem Funksender herausholen.

Die drei wichtigsten Faktoren bei der Standortauswahl für den Funksender

Der erste Faktor ist die Funkreichweite. Was nützen Ihnen genaue Messwerte, wenn die Funkverbindung nicht klappt oder sporadisch ausfällt? Das kann Ihnen die Freude an der Funkwetterstation rasch vermiesen. Zweitens ist natürlich die Genauigkeit der Messwerte des Funksenders von Bedeutung. Was bringt eine Funkwetterstation, wenn die gemessenen Temperaturen 5 Grad zu hoch sind? Der dritte Faktor ist der Regenschutz. Nur die wenigsten Funksender sind komplett wasserfest + regenfest. Im Folgenden lesen Sie, wie Sie diese Faktoren in den Griff bekommen.

Tipps zum optimalen Standort für gute Messwerte

Bei der Montage Ihres Funksenders sollten Sie zu Beginn unbedingt auf die Empfangsreichweite Ihrer Funkwetterstation achten. Lesen Sie in der Bedienungsanleitung nach, wie weit der Temperatur-Funksender von der Basisstation entfernt sein darf. Da dieser Wert aber nur selten erreicht wird, halten Sie die Distanz am besten so kurz wie möglich. Tipps zum optimalen Empfang finden Sie im Artikel 3 Schritte zur guten Funkverbindung.

Test der TFA Nexus - Temperaturmessung mit Strahlenschutz
Selbstgebauter Strahlenschutz für genaue Messwerte der TFA Nexus Funkwetterstation. Bekommt demnächst einen neuen Anstrich :-)

Der zweite wichtige Punkt ist die Genauigkeit der Messwerte. Recht häufig werden viel zu hohe Messwerte erreicht, weil einige Grundregeln nicht eingehalten werden. Mir ist vollkommen bewusst, dass nicht jeder Funkwetterstationen-Nutzer zu Hause ideale Bedingungen vorfindet, dennoch sollten Sie versuchen, soviel wie möglich der nachfolgenden Tipps umzusetzen. Es gibt es prinzipiell zwei Lösungsansätze. Profis verwenden Wetterhütten oder einen Strahlenschutz, um die Verfälschung der Messwerte durch Sonnenstrahlung zu verhindern. Einen Strahlenschutz kann man sich auch selber bauen. Da sich aber nur die wenigsten diese Mühe antun wollen, habe ich folgende einfache Tipps für gute Messergebnisse für Sie: Achten Sie beim Montieren des Funksenders darauf, dass sich der Sensor stets im Schatten befindet – jegliche direkte Sonneneinstrahlung kann die gemessene Temperatur enorm verfälschen! Dabei sollten Sie auch die verschiedenen Sonnenstände über den Tag und die Jahreszeiten hinweg beachten. Die Montagehöhe sollte nach offiziellem Standard 2 Meter betragen. Montieren Sie den Thermo-Funksender auch nicht in der Nähe von Fenstern, Wänden und Dächern, die Wärme abstrahlen. Ganz schlecht ist meiner Erfahrung nach die Montage über Asphalt und Beton, versuchen Sie einen Platz über Rasen zu finden! Noch idealer wäre es, wenn der Thermometer nicht zu sehr windgeschützt ist, um rasche Temperaturveränderungen besser zu erfassen und um Wärmestau zu vermeiden.

Das Thema Regenschutz ist das geringste Problem, trotzdem muss es beachtet werden. Lesen Sie in der Bedienungsanleitung Ihrer Funkwetterstation nach, ob der Funksender wasserfest oder spritzwasserfest ist. Prinzipiell sollten Funksender etwas Nässe vertragen, ich habe zwei Sender ohne jeglichen Schutz im Regen hängen (keiner davon ist wasserfest), ohne Probleme. Sie müssen für sich abwägen, ob Sie das Risiko eines Defekts eingehen wollen. Wenn nicht, habe ich einen Basteltipp für einen einfachen Regenschutz für Sie.

Beispiele für gute Standorte für den Thermo-Funksender

Unter Berücksichtigung obenstehender Faktoren ergeben sich folgende Beispiele für gute Standorte für Ihren Funkthermometer: Die Nordseite von Gebäuden, 2 Meter über Grund an einer gut gedämmten Hauswand; Nordseite von Gartenhütten, nach Möglichkeit nicht direkt unterm Dach und über Pflastersteinen; unter großen Bäumen über dem Rasen. Hier haben Sie überall Schatten und einen mehr oder weniger starken Regenschutz. Diese Standorte gelten für Hobby-Nutzer von Funkwetterstationen und sind für die meisten Anforderungen ausreichend, Profis würden aber niemals auf einen Strahlenschutz oder Wetterhütte verzichten!

So können Hobbymeteorologen das Maximum aus Ihrem Funkthermometer herausholen

Wenn Sie meine Ratschläge so gut wie möglich beherzigen, können Sie recht gute Messwerte erzielen. Achten Sie darauf, dass die meisten günstigen Funkwetterstationen (< ca. 500 Euro) eine Toleranz von +/- 1 °C aufweisen. Voraussetzung für das Einhalten der Toleranz ist ein aus messtechnischer Sicht optimaler Standort!

Schreibe einen Kommentar