Das TFA Malibu Poolthermometer mit Funk-Poolschwimmer hat durch tolles Display und Genauigkeit im Test überzeugen können, hat jedoch ein vielleicht kaufentscheidendes Manko. Alle Details lesen Sie im ausführlichen Testbericht.

Alle Funktionen des TFA Malibu Poolthermometers im Überblick

Poolthermometer mit Poolschwimmer im Test

Basissation mit Poolschwimmer und Außensender. Die Messwerte liegen nahe beieinander. Sehr gut.

Ich habe das TFA Malibu zeitgleich mit der TFA Venice getestet und werde in diesem Test deshalb laufend Vergleiche ziehen, da die Geräte sehr ähnlich, aber im Detail dann doch unterschiedlich sind. Wie schon das TFA Venice, arbeitet auch das TFA Malibu Poolthermometer mit einem Poolschwimmer. Die Messtiefe ist mit 10 cm jedoch eine Spur geringer als beim Venice (18 cm). Beide Schwimmer verfügen über ein LCD Display am Schwimmer. Die Basisstation des TFA Malibu verfügt über Funkuhr, Innentemperaturmessung und Raumluftfeuchtigkeitsmessung. Wahlweise kann auch der Taupunkt angezeigt werden (für innen). Großer Pluspunkt im Gegensatz zum TFA Venice ist ein mitgelieferter Außensender mit LCD-Display und Standfuß, mit dem Sie auch die Außentemperatur messen können. Das Gerät verfügt vorne nur über eine Taste für die Min/Max Funktion, mit der sie die Werte auch zurücksetzen können. Auf der Rückseite gibt es noch 2 Tasten. Erweiterbarkeit auf mehrere Außensender ist im Gegensatz zur TFA Venice nicht gegeben. Batterien werden nicht mitgeliefert (2 x AA und 4 x AAA notwendig!). Als Batterielebensdauer gibt TFA Dostmann 1 bis 2 Jahre an, erfahrungsgemäß ist das realistisch. Für den Poolschwimmer liegt noch eine Schnur bei, mit der Sie den Poolschwimmer am Poolrand befestigen können.

Was sofort positiv auffällt: Die sehr guten Displays des TFA Malibu Funk-Poolthermometers

Das Display des Poolthermometers von TFA

Das wirklich sehr gute, kontrastreiche Display ermöglicht Ablesen aus größeren Distanzen. Zudem sehr übersichtlich.


Nach dem Einlegen der Batterien (beim Aufschrauben des Poolschwimmers benötigt man ziemlich viel Kraft) fallen sofort die ausgezeichneten Displays auf. Während man beim TFA Venice die LCD-Schattenbilder sieht, ist das Display von Basisstation und Poolschwimmer ausgezeichnet. Der Kontrast ermöglicht Ablesbarkeit von großen Distanzen und die wirklich sehr großen Ziffern am Poolschwimmer erlauben das Ablesen der Pooltemperatur sogar vom anderen Poolrand. Sehr gut, in Sachen Displays ist die TFA Malibu um zwei Klassen besser als das TFA Venice. Eine Anmerkung am Rande: Das Gehäuse und Display sehen dem TFA Bel Air verdammt ähnlich, vermutlich stecken selbe Bauteile drin und auch dort war das Display ausgezeichnet.

Klares Minus – Die Funkverbindung des TFA Malibu

Wie ich schon im Test der TFA Venice erwähnt habe, wird anscheinend durch das Wasser die Funkverbindung negativ beeinflusst. Während bei der TFA Venice der Wert von 50 Meter Funkreichweite angegeben wird, sind es beim TFA Malibu 100 Meter laut Hersteller. Lest man aber genauer nach, gilt das nur, wenn der Sender an der Luft liegt, im Wasser sind es nur 25 Meter! In meinem Funkverbindungstest hatte das TFA Malibu bei beiden Test-Pools massive Probleme. Beim ersten Pool mit ca. 40 Meter und einer dicken Wand war keine Chance, eine Verbindung herzustellen. Beim zweiten Pool mit 15 Meter und einer Wand hatte das TFA Malibu auch schon Probleme. Mit Standortwechsel im Haus klappte es dann doch irgendwie. Die TFA Venice war hier zwar auch nicht überragend, aber doch deutlich verlässlicher. Die Funkverbindung zum Lufttemperatursender klappte jedoch deutlich besser, auch über größere Distanzen von ca. 30 Meter plus Wand wurden überwunden.

die beiden Poolschwimmer im Vergleich mit der TFA Venice

Rechts der Schwimmer von der TFA Malibu, Links von der TFA Venice. Das Display der Malibu ist deutlich besser und größer, allerdings hat das TFA Venice einen heraustehenden Sender, was vermutlich zur besseren Funkverbindung beiträgt. Der Sender der TFA Venice war defekt, deshalb die 3 Grad niedrigere Temperatur

Die Funkverbindung ist leider sehr standortabhängig, weshalb ich diese Ergebnisse nicht verallgemeinern will, aber sollte Ihr Pool zu weit vom Haus entfernt sein, werden Sie mit dem TFA Malibu höchstwahrscheinlich nicht glücklich. Es sei denn, sie montieren die Basissation auf der Terrasse im Freien. Hier sind deutlich größere Distanzen von ca. 20 bis 30 Metern realistisch. So bleibt über den Sommer mein TFA Malibu auf der Terasse in Betrieb und erfüllt seinen Zweck seit einem Monat ausgezeichnet. Im Winter wandert es ins Wohnzimmer und wird per Außensender die Außentemperatur messen. Der Poolschwimmer hat im Winter bei uns keine Verwendung.

Es gibt auf Amazon auch Sets von der TFA Malibu, wo statt dem Poolschwimmer ein oder zwei Funksender mit Kabel mitgeliefert werden, das würde das Funkproblem höchstwahrscheinlich lösen!

Zwei Pluspunkte bei der Funkverbindung des TFA Malibu Poolthermometers gibt es aber doch: Erstens gibt es ein Live-Feedback zum Empfang – ein Blinksignal zeigt jedes empfangene Datenpaket an, so sieht man sofort, ob der aktuelle Standort der Basissation geeignet ist oder nicht. Und zweitens wird der Empfang nach Ausfall nach wenigen Minuten wieder von selbst gefunden.

Die Genauigkeit des Poolthermometers im Test

In Sachen Genauigkeit hat mich das TFA Malibu mehr überzeugt, als das TFA Venice. Innentemperatur und Raumluftfeuchte waren alle deutlich innerhalb der angegebenen Toleranzen, ebenso die beiden Außensender. Im Schnitt waren es -0,2 °C und +2 % Abweichung, beim Luft-Außensender gar nur -0,1 °C. Das Poolthermometer zeigte an der Luft immer exakt die gleichen Werte wie die Basisstation an (siehe Foto oben) und reagierte zudem viel schneller als das TFA Venice.

Die Messbereiche: Innen von -9,9 bis 59,9 °C (Messung alle 16 Sekunden), Außentemperatur -39,9 bis 59,9 °C (Messung alle 10 Sekunden), Pooltemperatur 0 bis 59,9 °C (Messung alle 10 Sekunden). Raumluftfeuchtigkeit von 20 bis 95 % (Messung alle 16 Sekunden). Die sehr kurzen Übertragungsintervalle mit 868 Mhz müssen positiv hervorgehoben werden.

Fazit zum Test des TFA Malibu – Wenn die Funkverbindung funktioniert, … dann wirklich ein gutes Gerät

Wenn bei Ihnen die Funkverbindung klappt, dann werden Sie mit dem TFA Malibu durchaus zufrieden sein: Verlässliche, genaue Messwerte, ausgezeichnete Displays und zusätzlich ein Luft-Außensender machen das TFA Malibu zu einem soliden Poolthermometer. Sollte Ihr Pool zu weit entfernt sein, dann würde ich zu der Version der TFA Malibu mit Kabelsensor greifen, die eine deutlich höhere Funkdistanz schaffen sollte, da der Sensor außerhalb des Wassers platziert wird! Da ich die TFA Malibu behalte, werde ich auch berichten, wie es mit der Dichtheit des Poolschwimmers bestellt ist. In Summe hat mich das TFA Malibu mehr überzeugt als das TFA Venice Funk-Poolthermometer.

[asa]B00H2ITOG4[/asa]
[asa]B00WHS4ATU[/asa]

Test der TFA Malibu - Alle Testergebnisse im Überblick