Das Poolthermometer Venice von TFA mit Funk-Schwimmthermometer hat im Test durch die Erweiterbarkeit auf bis zu 7 Außensender überzeugt, jedoch ist das Display stark verbesserungswürdig. Alle Details lesen Sie im ausführlichen Testbericht.

Auspacken und loslegen … wenn man 8 AAA Batterien zu Hause hat

Testbericht des Funk-Poolthermometers Venice von TFA

TFA Venice mit Schwimmer zur Wassertemperaturmessung im ausführlichen Test

Beim Auspacken des TFA Venice Poolthermometers fällt sofort der riesige Schwimmer auf und das optisch schöne Gehäuse der Basisstation. Allerdings werden keine Batterien mitgeliefert und 8 AAA Batterien werden viele nicht sofort griffbereit haben. Der Schwimmer muss mit hohem Kraftaufwand aufgedreht und die Batterien eingelegt werden. Ein Riegel zeigt, wie fest der Schwimmer wieder verschlossen werden muss, damit das Gehäuse dicht ist.

Wassertemperaturmessung per Funk – das Konzept des TFA Venice Poolthermometers

Im Gegensatz zu Kabelsensoren, die es vielen „normalen“ Funkwetterstationen ermöglichen, Wassertemperaturen zu messen, arbeitet das TFA Venice Poolthermometer mit einem Schwimmer, der den Sensor und die Funkeinheit integriert hat. Die Messtiefe beträgt 18 cm, es wird also nicht die Oberflächentemperatur gemessen. Am Schwimmer ist ein kleines LCD-Display angebracht, wo man die Wassertemperatur auch vor Ort ablesen kann. Ich habe das TFA Venice zeitgleich mit dem TFA Malibu Poolthermometer getestet und musste den ersten Schwachpunkt des TFA Venice feststellen: Das LCD-Display ist viel zu klein und lässt sich nur sehr schwer aus der Distanz ablesen. Da hat das TFA Malibu einen klaren Pluspunkt. Am Schwimmer ist ein Solarpanel angebracht, das bei Sonnenlicht die Stromversorgung übernimmt. Ich persönlich halte das für überflüssig, da Batterien bei Funksendern in der Regel ohnehin ca. 1 Jahr halten.

Weitere Funktionen des TFA Venice Poolthermometers im Überblick – Bis zu 7 Außensender möglich

Die Basissation des Funk-Poolthermometers verfügt über eine Reihe weiterer erwähnenswerter Funktionen. Neben der Raumtemperaturmessung und Luftfeuchtigkeitsmessung sticht vor allem die Erweiterbarkeit auf bis zu 7 Sender hervor, wobei natürlich auch normale Lufttemperatursender verwendet werden können. Weiters verfügt das TFA Venice über eine Funkuhr, Alarm und Temperaturalarm.

Die obligatorische Min/Max-Funktion verfügt über eine automatische Rückstellung (um 0:00 Uhr), diese kann aber deaktiviert werden! Hat sehr gut funktioniert. Die Min-Max Werte des Poolsensors werden dauerhaft am Display dargestellt, so hat man die Werte ständig im Blick, ohne Tastendruck.

Herausragend ist die Kalibrierfunktion der Temperaturmessung

Das TFA Venice Poolthermometer hat eine Funktion, die ich bisher noch bei keinem getestetem Gerät vorgefunden habe: Die Temperaturmessung lässt sich kalibrieren! Wenn Sie also ein sehr genaues Referenzthermometer haben, können Sie die Messwerte anpassen. Spitze.

Negativ im Test des TFA Venice ist eindeutig das Display

TFA Venice Poolthermometer im ausführlichen Test

Das Display kann nicht überzeugen. Sehr deutlich sichtbare LCD-Schattenbilder.

Das Display hat mich im Test überhaupt nicht überzeugen können. Es ist zwar sehr toll strukturiert und die Wassertemperatur wird schön in Blau dargestellt … aber die Qualität des Displays lässt zu wünschen übrig. Man sieht ständig die LCD-Schatten im Hintergrund (auch schön am Foto zu erkennen), was erstens unschön aussieht und zweitens bei schlechten Lichtverhältnissen zu sehr schwerer Lesbarkeit führt. Dasselbe gilt für das LCD-Display am Sender (wie bereits oben erwähnt). Die Displayqualität beim zeitgleich getesteten TFA Malibu Funkthermometer ist um mindestens zwei Klassen besser.

Das nächste Hauptkriterium – Die Funkverbindung des TFA Venice im Test

Wie befürchtet, stellte sich der Test der Funkverbindung der TFA Venice und TFA Malibu als weniger zufriedenstellend heraus, da wie vermutet das Wasser die Funkverbindung negativ beeinflusst. Ich hatte 2 Pools zum Testen zur Verfügung. Während man bei der Lufttemperaturmessung den Standort des Senders schnell mal ändern kann, falls es mit der Funkverbindung nicht klappt, geht das bei Poolthermometern mit Schwimmern natürlich nicht. Beim ersten Pool, ca. 15 Meter plus eine Hauswand hatte das TFA Malibu bereits massive Probleme, das TFA Venice allerdings nicht, hier klappte die Funkverbindung. Beim zweiten Pool, 40 Meter plus eine dicke Hauswand war bei beiden Geräten Endstation. Das TFA Venice hat also eine bessere Funkübertragung. 50 Meter Freifeld sollten es laut Hersteller sein. Das TFA Venice hat eine leicht herausstehende Antenne, was vermutlich den Unterschied ausmacht. Bei Verbindungsverlust wird nach einiger Zeit wieder selbst nach der Verbindung gesucht.

Stellt sich die Frage, ob nicht doch ein normaler Außensender außerhalb des Wassers mit Kabelsensor für eine bessere Funkverbindung sorgt.

Die Genauigkeit des TFA Venice im Test

Die Genauigkeit des Poolthermometers war prinzipiell sehr gut, allerdings reagiert der Sender extrem langsam (im Vergleich zum TFA Malibu). Die Toleranz von +/- 1 Grad wird eingehalten, bei den meisten Referenzmessungen lag der Sender bei -0,5 °C. Die Basisstation lag bei +0,2 °C durchschnittlicher Abweichung. Die Luftfeuchtigkeitsmessung lag im Schnitt bei -3 %, bei der Toleranz von +/- 5 % ist das OK.

Ich musste mein Gerät allerdings ausstauschen, der Schwimmer war defekt, hat teilweise Abweichungen von >3 Grad angezeigt. Das war mir zuviel, um die Kalibrierfunktion zu nutzen. Das neue Gerät hat dann verlässlich funktioniert.

Die Messbereiche des Poolsenders liegen zwischen -40 und +60 Grad, bei der Basisstation zwischen 0 und 60 Grad.

Noch eine Anmerkung zur Bedienung des TFA Venice

Das Poolthermometer von TFA verfügt über lediglich 3 Tasten, was sich angesichts der Fülle der Funktionen als zu wenig herausgestellt hat. Es gibt zu viele Tastenkombinationen, um an die gewünschten Funktionen (zB Kalibrieren) zu kommen. Ohne Bedienungsanleitung wird man nicht weit kommen.

Fazit zum Test des TFA Poolthermometers Venice – Wenn die Displays besser wären …

Die Erweiterbarkeit auf bis zu 7 Außensender, das schöne Design, der Poolschwimmer, die Kalibrierfunktion, alles nett und funktioniert auch gut, aber die schlechte Displayqualität der Basisstation und des Poolschwimmers trübt doch sehr. Außerdem muss man hoffen, dass die Funkverbindung funktioniert und dass der Schwimmer wasserdicht bleibt! Gute Alternative wäre eine Funkwetterstation mit Außensender und Kabelfühler statt Poolschwimmer, hier hat man auch deutlich mehr Auswahl! Eine Alternative mit Poolschwimmer wäre das TFA Malibu, das im Test eine Spur mehr überzeugt hat.

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Testergebnis des ausführlichen Tests der TFA Venice