Der TFA Klimalogg Pro ist ein Profi-Thermo-Hygrometer, das von bis zu 8 Außensendern 50.000 Datensätze sammeln und an den PC übertragen kann. Temperatur und relative Luftfeuchtigkeit können vom Klimalogg Pro von TFA Dostmann langfristig überwacht werden und das über alle Kanäle hinweg sehr genau und vergleichbar. Dank zusätzlich erhältlichem Kabelfühler sind zudem neuen Messmöglichkeiten Tür und Tor geöffnet.

Was ist ein Datenlogger? Das Konzept des TFA Klimalogg Pro

Testbericht zum Profi-Thermo-Hygrometer

Der kleine TFA Klimalogg Pro mit 3 Außensender (alle mit Display) im Test

Der TFA Klimalogg Pro von TFA ist keine Wetterstation im klassischen Sinn, da er über keine Wetterprognose verfügt, sondern ist ein Profi-Thermo-Hygrometer, das die Daten von Temperatur und relativer Luftfeuchtigkeit sammelt. Bis zu 50.000 Datensätze können im Intervall von 1 Minute bis 6 Stunden (was einer theoretischen Speicherzeit von ca. 35 Tagen bzw. 34 Jahren entspricht) gespeichert werden und jederzeit per USB an den PC übertragen werden. Dort können Sie mit der CSV-Datei in Excel oder ähnlichen Programmen nach Belieben Auswertungen erarbeiten oder Diagramme mit den gespeicherten Daten zeichnen.

Der TFA Klimalogg Pro kann auf bis zu 8 Außensender (!) erweitert werden, wobei es auch Temperaturfühler mit Kabel gibt, um zB die Pooltemperatur oder Erdtemperatur (indem man das Kabel zB in 5 cm vergräbt) zu speichern. So können Sie theoretisch jedes Zimmer im Haus überwachen und sich auch für jeden Kanal separate Temperatur- und/oder Luftfeuchtigkeitsalarme programmieren.

Der TFA Klimalogg Pro kann also im Test nicht mit Profi-Wetterstationen, wie zB TFA Nexus oder Netatmo verglichen werden, da es kaum eine Profi-Wetterstation gibt, die bis zu 50.000 Datensätze am Gerät speichern und mit 8 Außensendern arbeiten kann. Das sind definitiv die großen Stärken des Klimalogg Pro von TFA. Weitere hat der Test des Klimaloggers aufgezeigt.

Klein, hohe Reaktionsschnelligkeit – Der erste Eindruck des Klimalogg Pro im Test

Groß ist er nicht, der Klimalogger Pro. Hier wird sich auf das Wesentliche konzentriert: Groß am Display befinden sich Temperatur und rel. Luftfeuchtigkeit des aktuell ausgewählten Kanals. Das Display selbst ist perfekt, keine LCD-Schattenbilder und bester Kontrast, der in den Einstellungen auch angepasst werden kann. Das Gehäuse der Basisstation hat große Lüftungsschlitze, was bei den Messungen zu sehr hoher Reaktionsschnelligkeit führt, die bisher nur vom ausgezeichneten TFA Comfort Control Thermo-Hygrometer getoppt wurde. Bei raschen Luftfeuchtigkeitswechseln springt das Hygrometer binnen Sekunden schon mal um 10 %. Hier ist der TFA Klimalogg Pro sehr gut!

Batterien sind im Lieferumfang enthalten, aber ACHTUNG, es ist je nach Angebot KEIN Außensender im Lieferumfang! Es gibt aber auch Sets zu kaufen oder Sie können die Funksender extra bestellen.

Die Installation des Klimalogg Pro von TFA Dostmann ist recht einfach. Haben Sie einen oder mehrere Außensender, sollten Sie dort zuerst die Batterien einlegen und anschließend beim TFA Klimalogg selbst. Die Funkuhr wurde rasch gefunden und die Außensender ebenso abgescannt und sofort gespeichert. Sie können später jederzeit Sender hinzufügen, entfernen oder suchen, Sie müssen die Batterien nicht mehr entnehmen!

Die Kernfunktion des Klimalogg Pro im Test – Daten speichern

Sehr gutes Display des Klimalogg Pro von TFA Dostmann im ausführlichen Test

Konzentration aufs Wesentliche - Das sehr gute Display des Klimaloggers Pro von TFA

Beim Klimalogg Pro hat TFA Dostmann den Fokus rein auf das gelegt, was für Klimalogger tatsächlich wichtig ist: Das möglichst PC-unabhängige Sammeln von Temperatur- und Luftfeuchtigkeitsdaten gekoppelt mit Alarmfunktionen. Sie können also bis zu 50.000 Datensätze (1 Datensatz = 1 Messung aller Kanäle) speichern ohne einen PC zu benötigen. Es ist möglich, am Klimalogg Pro selbst sämtliche Daten durchzublättern. Eine Speicheranzeige am Display zeigt an, wieviel Prozent der Daten noch nicht an den PC übertragen wurden. Gespeichert werden können die Datensätze im Intervall von 1/5/10/15/30 Minuten oder 1/2/3/6 Stunden. Hier lässt TFA uns Nutzern einen riesigen Spielraum.

Weiters kann für jeden Kanal der Taupunkt angezeigt (wird auch geloggt) werden. Zusätzlich werden die Min/Max-Werte für jeden Kanal mit Zeitstempel (für Temperatur und Luftfeuchtigkeit!) gespeichert. Toll! Leider können die Min/Max Werte nur für alle Kanäle auf einmal gelöscht werden.

Für mich persönlich der größte Kritikpunkt am TFA Klimalogg Pro Profi-Thermo-Hygrometer: Es gibt keine automatische Kanalwechsel-Funktion. Sie müssen immer händisch am Display durch die Kanäle zappen.

Die Alarmfunktionen als zweite Kernfunktion des Klimalogg Pro von TFA im Test

Wenn man schon mit bis zu 8 Sendern das Raumklima oder andere Orte überwachen will, dann bedarf es auch einer gut konzipierten Alarmfunktion. Die hat der TFA Klimalogg Pro definitiv. Es kann für jeden Kanal und für jeden Wert ein Min oder/und Max Wert vergeben werden. Bei Über/Unterschreiten wird ein Alarm ausgelöst. Der Alarm selbst ist optischer und akustischer Natur, wobei aber das teilweise lästige Piepen auf Wunsch deaktiviert werden kann und die Alarmsignale nur als Blinken am Display erhält. Wird ein Alarm ausgelöst, wird der Datensatz im Speicher markiert (sogenannte Alarm-Event Datensätze), was sich bei den Datenauswertungen als hilfreich erweisen kann.

Wie funktioniert die PC-Übertragung des TFA Dostmann Klimalogg Pro im Test?


Ohne Probleme (getestet auf Windows Vista). Es wird ein USB-Stick mitgeliefert, der mit dem Klimalogg Funkkontakt herstellt. Auf www.tfa-dostmann.de unter Service/Downloads müssen Sie zuerst ein kleines Programm downloaden. Der Klimalogg Pro wird von dem Programm gleich gefunden. Ein kleiner Minuspunkt: Sie müssen vor jeder Übertragung an der TFA Klimalogg Pro Basiseinheit zuerst die USB-Taste drücken. Sie können also nicht einfach vom PC aus die Datenübertragung starten. Dann geht’s aber los: Die noch nicht ausgelesenen Daten werden automatisch ins Programm geladen. Achtung, bei vollem Speicher kann das bis zu 45 Minuten dauern! Die Reichweite zum USB-Stick beträgt 10 m Freifeld, eine Wand wurde im Test des Klimalogg Pro ohne Probleme durchdrungen.

Die Software für den Klimalogg Pro von TFA selbst ist sehr schlicht. Sie können dort für die Außensender Namen vergeben, wobei dieser Name dann auch am Display des TFA Klimalogg Pro erscheint. Weiters können sämtliche Alarme programmiert werden, was ich sehr toll finde und lästiges Tastendrücken beim Klimalogg Pro erspart.

Die gesammelten Daten können als CSV-Datei gespeichert werden und anschließend mit einem Tabellenkalkulationsprogramm nach Belieben ausgewertet werden. Jede Datenreihe wird in einer eigenen Spalte gespeichert, was die Bearbeitung enorm erleichtert. Sie wollen wissen, wie viel Tage über 30 Grad hatten? Was die Durchschnittsluftfeuchtigkeit im Schlafzimmer ist? Dank der Datensammlung können Sie nach Lust und Laune beinahe alles auswerten. Tabellenkalkulationskenntnisse vorausgesetzt.

Die Genauigkeit im Test: Auch hier gibt’s nichts zu beanstanden

Getestet wurde der TFA Klimalogg Pro mit 2 Standard-Funksendern und einem Funksender mit Kabelfühler. Die Herstellertoleranzen sind +/- 1 °C bzw. +/- 3 % zwischen 35 und 75 %. Vor allem die engen Luftfeuchtigkeitstoleranzen fallen schon vor dem Test sehr positiv auf. Die Ergebnisse meines Genauigkeitstests im Detail, wobei vor allem die Messung der rel. Luftfeuchtigkeit als überdurchschnittlich genau bezeichnet werden kann:

Basisstation

  • Temperatur: durschn.+0,46 °C
  • rel. Luftfeuchtigkeit: -1 % (bei 75 % im Kochsalzlösungstest)

Außensender 1:

  • Temperatur: durschn.+0,32 °C
  • rel. Luftfeuchtigkeit: 0 % (bei 75 % im Kochsalzlösungstest)

Außensender 2:

  • Temperatur: durschn.+0,48 °C
  • rel. Luftfeuchtigkeit: -1 % (bei 75 % im Kochsalzlösungstest)

Außensender 3 (Kabelfühler):

  • Temperatur: durschn.+0,12 °C

Was weiters positiv auffällt: Nebeneinander liegend hatten alle Sensoren und die Basisstation des TFA Klimalogg Pro bei allen Test Messungen maximal +/- 0,2 °C Abweichung zueinander, was die Messwerte in den Aufzeichnungen des Loggers stark vergleichbar macht. Hier dürfte die Produktion der Außensender einer geringen Streuung unterliegen. Zeugt von Qualität! Die Funkübertragung erfolgt mit 868 Mhz über 100 Meter Freifeld und hat im Test gut funktioniert. 25 Meter mit 2 Wänden wurden erreicht, wobei aber die Signalstärke nachgelassen hat (Empfangssymbol hat seltener den erfolgreichen Empfang signalisiert), zweimal fiel der Empfang aus. Die TFA Meteotime Info war im zeitgleichen Test mit 433 Mhz eine Spur besser in Sachen Funkverbindung. Dennoch war die Empfangsstärke des TFA Klimalogg Pro über Durchschnitt verglichen mit den anderen Tests.

Fazit zum Test des TFA Klimalogg Pro: Ein Profi-Datenlogger, der seinen Namen gerecht wird

Es war ein Test des TFA Klimalogg Pro, der nur wenige Vergleiche zulässt: Ein Klimalogger mit bis zu 50.000 Datensätzen Speicherplatz, einer Erweiterbarkeit auf bis zu 8 Außensendern (auch mit Kabelfühlern) und die Alarmfunktionen lassen viele Profi-Wetterstationen alt aussehen und werden für Mess-Freunde, die keine Niederschlags- oder Windmessung benötigen, der Kaufgrund sein. Der Klimalogg-Pro von TFA Dostmann hat im Test zuverlässig und genau Daten gesammelt und setzt der individuellen Daten-Auswertung am PC keine Grenzen.

TFA Dostmann Profi-Thermo-Hygrometer mit Datenlogger-Funktion KlimaLogg Pro 303039

Preis: EUR 64,99

4.0 von 5 Sternen (84 Bewertungen)

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Detaillierte Übersicht über die Testergebnisse des TFA Klimalogg Pro