Fülle von Informationen am Display der TFA Nexus Funkwetterstation

TFA Nexus Profi Wetterstation im 8-jährigen Dauertest – Teil 1

Die TFA Nexus Profi Wetterstation läuft bei mir mittlerweile 8 lange Jahre und scheint immer noch nicht müde zu werden. Hier lesen Sie einen ausführlichen Testbericht über die Profi Wetterstation von TFA Dostmann mit Regenmesser und Windsensor, natürlich mit allen Stärken und Schwächen, die sich in den Jahren offenbart haben.

Die TFA Nexus Profi Wetterstation – Warum genau diese?

Die TFA Nexus hat zwei Hauptargumente, die den Großteil vergleichbarer Profi-Wetterstationen alt aussehen lässt: Erstens die drei Sensoren, die unabhängig voneinander platziert werden können und so für hohe Flexibilität sorgen und zweitens die rund 3.000 Datensätze, die die Profi Wetterstation von TFA Dostmann speichern kann, ohne einen PC zu benötigen. Die USB-Anschlussmöglichkeit ist bei Profi Wetterstationen ohnehin Pflicht. So können langjährige Klimadaten am eigenen Standort gesammelt werden. Ich erhalte viele Anfragen von Lesern und immer wieder muss ich diese Stärken der TFA Nexus Wetterstation hervorheben, da es nur sehr wenige Profi Wetterstation mit diesen großen Vorteilen gibt.

Der Aufbau der Profi Wetterstation TFA Nexus

Ich empfehle Ihnen unbedingt, sich schon vor dem Kauf Gedanken über den Aufstellungsort der Sensoren zu machen. Es gilt jenen Standort im Garten zu finden, der zum Einen guten Empfang bietet und zum Zweiten möglichst gute Messwerte ermöglicht. Der Windmesser soll möglichst hoch, frei von Hindernissen platziert werden, der Regensensor 1 Meter über dem Boden und muss völlig waagrecht ausgerichtet werden und der Thermo-Hygrosensor soll am besten über einen Strahlenschutz verfügen oder darf zumindest nicht in der prallen Sonne montiert werden. Hier habe ich Tipps zum optimalen Standort sehr ausführlich zusammengestellt. Wie Sie sehen können, sind Sie bei der Positionierung der Sensoren aufgrund der Unabhängigkeit der Außensensoren sehr flexibel – definitiv eine der größten Stärken der TFA Nexus Profi Wetterstation.

Die Basisstation der TFA Nexus im Test

Fülle von Informationen am Display der TFA Nexus Profi Wetterstation
Da schlägt das Herz höher: Jede Menge an Informationen am Display der TFA Nexus Funkwetterstation.

Die Basisstation der TFA Nexus bietet allerhand Informationen. Hier schlägt das Herz eines Hobbymeteorologen deutlich schneller. Links oben sehen Sie die Wetterprognose (die sogar Schneefall anzeigen kann), die Mondphase, die Luftdrucksmessung und den Luftdruckverlauf der letzten 24 h. Die Verlaufsgrafik kann auch den Temperaturverlauf der letzten 24 h visualisieren. Die Wettervorhersage der Profi Wetterstation funktioniert sehr gut, mit den Einschränkungen, die die luftdruckbasierte Wetterprognose mit sich bringt. Es gilt jedoch zu beachten, die Basisstation nicht in die direkte Sonne zu stellen, da sich hier Luftdrucksprünge bemerkbar machen. Der Elektronik zu liebe sollte direktes Sonnenlicht aber ohnehin vermieden werden.

Links unten sehen Sie die Uhrzeit (Funkuhr) mit den Sonnenauf- und untergangszeiten. Rechts oben folgt die Außentemperatur mit Außen-Luftfeuchtigkeit, darunter steht selbiges für den Innenbereich. Per Knopfdruck können die Min/Max Werte angezeigt (und gelöscht) werden, ebenso der Taupunkt dargestellt werden. Darunter folgen am Display der Profi Wetterstation die gemessene Regenmenge (verschiedene Zeiträume auswählbar) und die Windmessung inklusiver Windrose, die die Windrichtung recht schön visualisiert.


Das Display selbst ist sehr gut und kontrastreich. Zudem verfügt es über eine blaue Hintergrundbeleuchtung, die sich automatisch an die Umgebungshelligkeit anpassen kann. Ein tolles Feature, das jedoch ständigen Netzanschluss benötigt. Leider wird die Ablesbarkeit durch die eingeschaltete Displaybeleuchtung etwas vermindert, gefällt aber trotzdem sehr gut und ist ein Hingucker im Wohnbereich.

Die Basisstation der Wetterstation für Profis hat einen Standfuß, der das Display auf verschiedene Winkel einrasten lassen kann. Leider ging dieser Mechanismus nach häufigem Umklappen des Displays kaputt, was eindeutig mein Fehler war. Durch das relativ hohe Gewicht der Basisstation kann der Standfuß das Gewicht in Schräglage nicht mehr halten. Die Station steht seitdem daher nur mehr in 90 Grad Position. Eine Wandaufhängung wäre natürlich auch möglich.

Die Funkverbindung der Profi Wetterstation TFA Nexus

Die Funkverbindung der Funkwetterstation machte speziell in den ersten Wochen Probleme, da erst der ideale Standort für die Funk-Sensoren gefunden werden musste. Zwei Dinge gilt es zu beachten: Bei angeschlossenem USB Kabel wird der Empfang geschwächt und schon leichtes Drehen und Wenden der Basisstation führt sehr oft zum gewünschten Erfolg. Probieren, probieren lautete die Devise. Mittlerweile verzeichne ich seit gut 6 Jahren kaum Empfangsausfälle. Wenn, dann nur in Ausnahmesituationen, wie etwa bei einer schwachen Batterie oder ein parkendes (großes) Auto vor einem Sensor. Beachten Sie jedoch, dass die 100 m angegebener Empfangsreichweite für eine dauerhafte stabile Funkverbindung auf alle Fälle zu viel sind. Mein Regensensor ist mit ca. 35 Meter am weitesten entfernt. Dieses Problem mit der zu hohen Herstellerangabe der Empfangsweite haben alle 35 der bisher getesteten Funkwetterstationen aufgewiesen. Ist der Empfang bei der TFA Nexus für 15 Minuten weg, sucht die Basisstation erst nach 8 Stunden wieder nach dem Signal (oder man macht es vorher manuell).

Die Übertragungsintervalle der Außensensoren der TFA Nexus Profi Wetterstation sind recht gut abgestimmt: Die Temperatur und Luftfeuchtigkeit werden ca. alle 33 Sekunden übertragen, die Regenmenge alle 3 Minuten und die Windgeschwindigkeit alle 33 Sekunden (Messung alle 11 Sekunden). Lediglich beim Windmesser wäre ein kürzeres Intervall wünschenswert, um Windböen zeitnaher mitverfolgen zu können. Für diese Preisklasse ist das aber in Ordnung.

Die ideale PC Software für die TFA Nexus und der Datenspeicher

Ein Rat meinerseits: Vergessen Sie die mitgelieferte PC Software und legen Sie sich die PC Software WSWIN für die TFA Nexus zu. Diese PC Software spiel alle Stücke und kann gratis (mit kleinen Einschränkungen) verwendet werden, die Vollversion kostet auch nur 30 Euro. Details zu dieser Software lesen Sie hier.

Die Profi Wetterstation TFA Nexus speichert alle 5 Minuten sämtliche Daten (= 1 Datensatz). Mithilfe der PC-Software WSWIN sind größere Intervalle einstellbar. Die Funkwetterstation verfügt über einen riesigen Speicher von bis zu 3.400 Datensätzen (DAS Kaufargument schlechthin). So können Sie über 10 Tage sämtliche Daten im 5 Minuten Intervall speichern und erst dann am PC mit der Software für die TFA Nexus auslesen. Ideal ist das für all jene, die die Funkwetterstation nicht dauerhaft zB für eine Wetterhomepage am PC betreiben wollen oder zur Überbrückung eines Urlaubes. Wichtig ist die ständige Stromversorgung. Ist der Strom einmal weg, ist auch der Speicher leer. Deshalb nutze ich ständig Batterien (4 x AA) in der Basisstation, die im Falle eines Stromausfalles die Stromversorgung sicherstellen.

Lesen Sie den zweiten Teil des Tests der TFA Nexus Profi Wetterstation, wo ich genau auf die Herzstücke der TFA Nexus eingehen werde: Die Sensoren. Ich werde auf die Stärken und Schwächen der Außensensoren und den Messungen im Allgemeinen eingehen, die sich in den letzten 8 Jahren gezeigt haben.

Testergebnisse der TFA Nexus in detaillierter Aufstellung

54 Kommentare zu “TFA Nexus Profi Wetterstation im 8-jährigen Dauertest – Teil 1

  1. Die Wetterstation TFA Nexus besticht in erster Linie durch elegantes Design und liefert laut Datenblatt gute technischen Leistungen. Die Gebrauchsanweisung ist prima. Neben Luftfeuchte, Luftdruck und Temperatur mißt und überträgt sie Niederschlag, Windstärke, Böen und Windrichtung. Helligkeit und UV-Strahlung mißt sie nicht. Relative Luftfeuchtigkeit wird aber entgegen der technischen Angaben leider nur bis 95 % gemessen, danach ist Schluß. Eine Sparmaßnahme, denn die letzten 5 % kosten Geld. Es ist neben Sommer-/Winter-Zeit auch Standartzeit einstellbar.

    Eine brauchbare Vorhersage ist mit solchen und ähnlichen Wetterstationen bei lokal eindimensional erhobenen Wetterdaten und ausschließlich auf Luftdruckbasis natürlich nur eingeschränkt möglich. Dazu sind Messungen über eine ganze Hemisphäre und in der Höhe bis an den Rand der Atmospäre nötig, was eine privat betriebene Wetter-Meß-Stationen gleich welcher Bauart und Qualität natürlich nicht bewältigen kann.

    Der Aufbau ist einfach, die Hardware ist optisch ansprechend, stabil und solide. Windmessung, Temperatur/Feuchte und Niederschläge werden in getrennten Einheiten mit eigener Stromversorgung gemessen und mit eigenen Sendern an die Basisstation übertragen. Daher ist ein Aufbau nach den Vorgaben des DWD möglich. Der Batteriewechsel ist zwar nur mit einem Schraubenzieher möglich, aber dafür sind die Batterien weitestgehend vor Feuchtigkeit geschützt. Es sind optional vier weitere Temperatur/Feuchte-Meßeinheiten anschließbar. Die Station speichert 3000 Datensätze, das reicht bei stündlicher Übertragung für 125 Tage. Sie speist sich aus Solarenergie mit Unterstützung zweier Batterien für den Notfall.

    Die Windmessungen waren nicht zu beanstanden. Auch die Niederschläge werden befriedigend gemessen, aber die Meßeinheit für Feuchte und Temperatur ist schlecht belüftet und mißt wohl aus diesem Grunde insbesondere die Feuchte nur sehr verzögert. Die Übertragung über etwa 30 Meter durch Hauswände war teilweise mangelhaft.

    Die Daten im dBase-Format können in Excel geöffnet und mit Excel weiter bearbeitet werden, zur Auswertung empfielt sich weitere Fremd-Software. Die mitgelieferte Software ist nur mit Einschränkungen brauchbar, sie läßt sich zwar unter Windows XP installieren, nicht aber unter Windows 7. Ich habe dies bei zwei Computern vergeblich versucht (Windows-Meldung: inkompatible Software). Laut TFA Dostmann ist dies mit umständlichen Tricks möglich, aber man empfiehlt dort die Hinzuziehung eines Softwaretechnikers („gegebenenfalls mit Hilfe eines PC-Fachmanns“).

    Doch anzuschauen ist sie schon schön! Und wenn man aufs Knöpfchen oben drückt, dann leuchtet das Display. Blau! Warum nur wurde bei der Feuchtemessung und bei der Software gespart? Wirklich schade, denn die TFA Nexus ist ein Schmuckstück und keine Billigware!

    Ohne Software ist die Station jedoch nur über das Display der Basisstation und ohne Datenspeicherung auf dem Computer zu gebrauchen. Das allerdings ist für den Preis von etwa 200 Euro vielleicht doch ein bißchen zu wenig. Abhilfe schafft downloadbare Software aus dem Internet, die unter Umständen auch als Freeware zu erhalten ist.

  2. Hallo, wie werden die Sensoren gespeist, per Solarzelle?

    Habe seit ewigen Jahren eine Oregon Scientific, die immer noch klaglos funktioniert, die ich aber nun anlässlich meines Umzugs dem Käufer unseres Hauses überlassen werde.

    • per Batterie. Windmesser gibt’s mittlerweile auch als Solarvariante. Batterien halten aber 1 bis 2 Jahre, also kein großes Thema.

  3. Hallo!
    Habe seit 2 Tagen die Nexus 35.1075 installiert und aufgebaut auch das Programm dafür von der Fa. TFA-Dostmann geladen und installiert.
    Jedes mal bei einen Neustart des Ganzen fährt die Anlage nicht hoch bzw. es kommt immer die Meldung neu starten und es läßt sich das Progr. nicht schließen sondern nur über den Taskmanager. Schon sehr umständlich.
    Auch wenn des alles läuft werden die Daten nicht mehr aktuallisiert in der Liste seit vorgestern hat er nur die Daten bis zum 20.01.2018 gespeichert
    bitte um Hilfe was mache ich falsch bzw. kann das an meinen Einstellungen liegen.
    Danke im Vorau Gerd

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