Diese sehr groß geratene satellitengestützte Wetterstation von Bresser empfängt via Meteotime eine vier Tage-Wetterprognose und verfügt auch über einen Außensender. Im Wetterstationen Test wurde die Wetterstation unter die Lupe genommen und die vielen Funktionen auf Genauigkeit geprüft. Ob die Wetterstation den Preis von rund 100 Euro rechtfertigen kann?

Die Bresser 4Cast LX punktet zuerst mit Design

Testbericht der Bresser satellitengestützen Wetterstation

Durchaus groß - Die satellitengestützte Bresser im ausführlichen Test

Zugegeben, auf den ersten Blick wirkt die Bresser Wetterstation wie ein Glotz, da sie sehr „dick“ gebaut und zudem schwer ist. Beim genauen Hinsehen fällt aber die sehr hochwertige Verarbeitung auf und ist auf der Vorderseite mit weißer Klavierlack-Optik überzogen. Das Display der Bresser 4Cast LX ist in mehrere Bereiche unterteilt, die komplett voneinander getrennt sind. Ganz oben wird die Außentemperatur und relative Luftfeuchtigkeit vom Funksender angezeigt, wahlweise selbiges auch für innen. Darunter folgen vier Abschnitte für vier Tage Wettervorhersage (inklusive heute). Im LCD-Feld ganz unten kann zwischen Funkuhr mit Kalender, Ort und Sonnenaufgang und –untergangszeiten gewählt werden. Der Displaykontrast lässt sich einstellen, könnte aber auch auf der stärksten Stufe etwas höher sein, dennoch ist die Ablesbarkeit gut, am besten von leicht schräg oben.

Die satellitengestützte Wetterstation verfügt über 7 Tasten seitlich und einer Taste oben für die wirklich ausgezeichnete blaue Hintergrundbeleuchtung. Die Bresser verfügt über die beste bisher getestete Hintergrundbeleuchtung.

Die Installation selbst ist recht simpel, Batterien werden mitgeliefert. Der Außensender wird nach ein paar Minuten empfangen. Einstellen müssen Sie nur noch die Stadt, für die die Wettervorhersage empfangen werden soll.

Das Herzstück der Bresser 4Cast LX am Prüfstand – Die satellitengestützte Wetterprognose

Bresser 4Cast LX im Test

Übersichtliches Display der 4Cast LX - für jeden Tag eine eigene Kachel

Die Bresser Wetterstation arbeitet mit dem Meteotime System, das über das DCF-77 Funksignal die Wetterdaten mitsendet. Meteotime untergliedert Europa in 90 Regionen (siehe Meteotime Regionenkarte), für diese die Prognosen erstellt werden. Auf den ersten Blick wirkt das recht wenig, da ja das Wetter oft schon ein paar Kilometer weiter völlig anders sein kann. Ich wohne zB in Oberösterreich, meine Region bei Meteotime reicht ca. von Bayern bis nach Wien. Jeder weiß, dass das Wetter innerhalb derart großen Regionen enorme Abweichungen haben kann. Soviel zur Theorie, die Praxis hat mich dann doch positiv überrascht.

Nach der Installation sollten Sie zunächst den Empfang der Bresser Wetterstation testen. Das Tolle ist, dass die Bresser 4Cast LX über einen „Test“ Knopf verfügt, so kann der Standort in der Wohnung sofort auf erfolgreichen Empfang getestet werden. Ist ein guter Standort gefunden, müssen Sie 24 Stunden warten, bis alle 4 Tage der Wettervorhersage empfangen wurden, da jeder Tag in einem anderen Tageszeitraum übertragen wird.

Nach 24 Stunden sollten dann in jedem der vier Teilbereiche des Displays sämtliche Wetterdaten aufscheinen. Die Wetterstation von Bresser verfügt über 15 Wettersymbole, jeweils für Tag und Nacht. Abends schaltet die Wetterstation automatisch (oder jederzeit manuell) in den Nachtmodus und zeigt die Wetterprognose für die nächsten vier Tage jeweils für die Nacht (die Nacht-Prognose für den vierten Tag wird nicht empfangen, das ist normal …) an. Gibt es kritische Wettersituationen, wird am untersten Displayfeld per Text das Extremereignis angekündigt: zB Hagel, Sturm, Gewitter, starker Regen usw. Dieses Feature der 4Cast LX finde ich toll, jedoch kam es im Testzeitraum (zum Glück) nie zum Einsatz.

Ein Empfangssymbol bei jedem (!) Prognosetag visualisiert den hoffentlich erfolgreichen Empfang dieser Prognose. Sonst müssen Sie Ihren Standort etwas optimieren, oft half schon ein Verrücken der Station um Zentimeter.

Wie genau war die Wettervorhersage im Testzeitraum?

Trotz der recht groben Regioneneinteilung quer durch Europa waren die Prognosen sehr stimmig. Bis auf einzelne Ausreißer war ich mit den Prognosen sehr zufrieden. Die Vorhersagen bieten sehr gute Richtwerte für die nächsten Tage. Für den aktuellen Tag werden zudem die Niederschlagswahrscheinlichkeit und die Windgeschwindigkeit mit Windrose angezeigt. Allerdings etwas lieblos: In drei Wochen gab es nur die Niederschlagswahrscheinlichkeit von 15 und 90 %. Absicht? Ebenso beim Wind. Es gab nur <30 km/h am Display. Leider ebenfalls eine nicht recht genaue Angabe. Allerdings stimmten diese Angaben natürlich fast immer. Was ich jedoch vermisse, ist die numerische Niederschlagswahrscheinlichkeit für die nächsten Tage! Alles in allem liefert die Bresser 4Cast LX einen Mehrwert im Haushalt, die Prognosen sind gut. Bei wichtigen Anlässen würde ich persönlich dennoch die Wetterprognose mit einer Wetterprognose im TV oder im Internet für den eigenen Standort querchecken. Diese Erkenntnis gilt rein für meinen Standort, wie genau die Prognosen des Meteotime-Systems an anderen europäischen Standorten funktioniert, kann ich natürlich nicht sagen. Das kommt auf die geografischen Gegebenheiten an und zu guter Letzt auch auf die Qualität der Regionen-Einteilung von Meteotime.

Der Bonus: Der recht genaue Außensender der Bresser Funkwetterstation

Die Bresser verfügt über einen Funk-Außensender, der die Temperatur- und Luftfeuchigkeitsdaten an die Basisstation übermittelt. Die Messwerte werden auch am LCD-Display des Senders angezeigt. Die Bresser Wetterstation arbeitet mit der 433 Mhz Technik und hat eine offizielle Reichweite von 30 m. Im Test wurden eine Terrassentür und eine Wand über eine Distanz von ca. 15 Meter Luftlinie mühelos überwunden. Leider empfängt die Wetterstation die Daten nur alle 90 s. Im Prinzip ist das für eine satellitengestützte Wetterstation ausreichend, jedoch können rasche Temperatursprünge nicht „live“ verfolgt werden. Min/Max-Werte werden selbstverständlich gespeichert und können manuell gelöscht werden. Verliert die Bresser Wetterstation das Signal des Außensenders, kann per Knopfdruck manuell ein Suchlauf gestartet werden.

Messbereiche bietet die Bresser Wetterstation von -40 °C bis +70 °C mit der Toleranz von +/- 1 °C, 1 – 99 % rel. Luftfeuchtigkeit mit der Toleranz von +/- 5 % im Messbereich von 25 – 80 %. Bresser ist einer der wenigen Hersteller, der bei niedrigpreisigen Geräten Messtoleranzen angibt (siehe zB auch Testbericht Bresser TempTrend). Das werte ich als Qualitätsmerkmal!

Die Genauigkeit der Temperaturmessung liegt deutlich innerhalb der Toleranz von +/- 1 °C. Beim Funksender lag Sie im Test bei -0,7 °C bei Raumtemperatur, bei Kühltemperatur bei -0,4 °C. Die Innentemperaturmessung hatte eine mittlere Abweichung von -0,5 °C zum Referenzthermometer. Die Luftfeuchtigkeitsmessung von der Bresser Basistation lag im Kochsalzlösungstest ebenfalls deutlich innerhalb der Toleranz. Der Hersteller hält was er verspricht. Was will man mehr?

Testergebnisse im Überblick

Die gute Bresser 4Cast LX im Test - Satellitengestützte Wetterstation

Fazit zum Test der satellitengestützten Wetterstation von Bresser

Im Test hat sich eine sehr hochwertige und funktionsreiche satellitengestützte Wetterstation offenbart. Die Prognosen waren an meinem Standort überraschend gut und durch die 15 Wettersymbole recht abwechslungsreich. Auch der Außensender bietet einen Mehrwert im Haushalt und optisch ist die satellitengestützte Bresser Wetterstation 4Cast LX zudem ein (großer) Hingucker. Unterm Strich ist der Preis gerechtfertigt.

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