Die TFA Meteotime Info liefert eine 4 Tages-Prognose mit dem DCF-Funkuhrsignal aufs informationsreiche Display. Überzeugt hat die TFA Metotime Info im Test aber vor allem dank der sehr hohen Messgenauigkeit bei Temperatur und Luftfeuchtigkeit und der Erweiterbarkeit auf 3 Außensensoren, was die Meteotime satellitengestützte Wetterstation auch zu einer ausgezeichneten Temperaturstation macht und deshalb bisher auf Platz 1 der satellitengestützten Wetterstationen liegt.

Die Installation der TFA Meteotime Info im Test

Die TFA Dostmann Wetterstation im ausführlichen professionellen Test

Test der Meteotime-Wetterstation von TFA mit Außensender - bis zu drei können verbunden werden

Die satellitengestützte Wetterstation von TFA empfängt die Wetterprognose über das DCF-Signal, über das auch die Funkuhrzeit übertragen wird. Dazu gilt es nach dem Einlegen der Batterien (2 x AA + 2 x AAA im Lieferumfang) den optimalen Standort zu finden, der den Empfang sicherstellt. Im Test der TFA Meteotime Info war dies gar nicht so einfach, da ich in einem Altbau mit sehr dicken Wänden wohne. Aber hier kommt das erste große Plus der Meteotime Info von TFA ins Spiel: Mit der „Test“-Taste können Sie den Empfang in Echtzeit testen – Sie sehen am Display einen Wert zwischen 1 und 9, der die Signalsstärke angibt. Mein Test hat gezeigt, dass zumindest der Wert 8 für zuverlässige Signalsstärke notwendig ist. Dann gilt es noch den eigenen Standort (Stadt) auszuwählen, sonst brauchen Sie nichts mehr zu machen: Der Funksender wird sofort gefunden, die Funkuhr ebenso. Die Wetterprognose wird in einem 24-h Rad gesendet, das heißt, dass es bis zu 24 h dauern wird, bis alle 4 Prognose Tage (inkl. Heute) empfangen wurden. Für jeden Tag gibt es ein kleines Symbol, das den erfolgreichen Empfang der jeweiligen Prognose bestätigt.

Das Meteotimesystem – Prognose für 60 europäische Regionen

Die Meteotime Info satellitengestützte Funkwetterstation empfängt also für 4 Tage (heute + 3 Tage) die Wetterprognose. Diese ist wirklich sehr informativ aufbereitet: Für den aktuellen Tag gibt es ein großes animiertes Wettersymbol, von dem es insgesamt 15 verschiedene für Tag und Nacht gibt. Dazu wird die Temperatur, Niederschlagswahrscheinlichkeit, Windstärke und Windrichtung angezeigt. Für die 3 Prognosetage gibt es die Temperatur mit kleinerem Wettersymbol. Abends schaltet die Wetterstation von TFA automatisch auf die Nachtprognose für alle 4 Prognosetage. Wahlweise kann auch per Tastendruck manuell auf Tag/Nacht umgestellt werden.

Erwähnenswert am Meteotime-System sind auch die Warnmeldungen, wo vor außergewöhnlichen Wetterlagen im Textfeld (zB Sturm, Starkregen etc.) gewarnt wird.

Funktioniert hat das Meteotime-System der Meteotime Info prinzipiell so, wie bei den anderen bisher getesteten Meteotime-Wetterstationen (Oregon WMH 800, Bresser 4CastLX: Sehr gut, wenn man die Stärken und Schwächen des Systems kennt. An meinem Standort sind die Prognosen sehr genau, aber durch die relativ grobe Regioneneinteilung wird dies wohl nicht für jeden Standort gelten. Der große Vorteil: Die Wetterstation kann auch außerhalb Deutschlands (im Gegensatz zu den Wetterdirekt-Stationen) verwendet werden, also theoretisch mit in den Urlaub genommen werden.

Temperatur und rel. Luftfeuchtigkeit immer im Bilde und das überaus genau


Wie man es von einer Wetterstation dieser Preisklasse erwarten darf, verfügt die Meteotime Info von TFA auch über einen Außensender, der so wie die Basisstation, die Temperatur und rel. Luftfeuchtigkeit ermittelt. Es können bis zu 3 Außensender verbunden werden. Ganz toll dabei: Die Basisstation kann automatisch durch die Kanäle wechseln. Ein Feature, dass ich ca. bei 90 % der erweiterbaren Funkwetterstationen im Test vermisst habe. Weiters wird für jeden Messwert ein kleiner Trendpfeil angezeigt, die ich persönlich sehr schätze. Min/Max-Werte werden natürlich gespeichert und können manuell gelöscht werden (alle auf einmal).

Nun zum Test der Messgenauigkeit der Wetterstation von TFA:

Basistation:

  • Temperatur (Herstellertoleranz +/-1 °C): -0,04 °C durchschn. Abweichung
  • rel. Luftfeuchtigkeit (Herstellertoleranz +/- 5 % zw. 25-80 %): 0 % Abweichung im Kochsalzlösungstest bei 75 %

Außensender:

  • Temperatur (Herstellertoleranz +/-1 °C): -0,28 °C durchschn. Abweichung
  • rel. Luftfeuchtigkeit (Herstellertoleranz +/- 5 % zw. 25-80 %): -1 % Abweichung im Kochsalzlösungstest bei 75 %

Die Messwerte lagen im Test also deutlich innerhalb der vom Hersteller versprochenen Toleranz. Sehr gut. Ebenso fiel die gute Reaktionsschnelligkeit vor allem der Basisstation auf.

Das Display der Wetterstation im Qualitätscheck

Das Display der satellitengestützten Wetterstation im Test

Die Basisstation mit Wettervorhersage der TFA Meteotime Info

Das Display der Meteotime-Info ist durchaus gut und erfüllt die Zwecke, jedoch lässt der Kontrast bei etwas schrägeren Blickwinkeln nach. Das Display selbst ist verspiegelt, was zwar hochwertig aussieht, aber je nach Spiegelung die Ablesbarkeit etwas erschwert. Bei Positionen ungefähr auf Augenhöhe gibt’s aber keine Probleme. Manche Informationen sind zudem, wie zB die Funkuhr und die Wetterprognose für die nächsten 3 Tage etwas klein dargestellt. Die Prognose für den aktuellen Tag und die Messwerte hingegen sehr groß. Ich persönlich hätte mir noch eine Displaybeleuchtung gewünscht!

Die Funkverbindung der Außensensoren im Test

Die Meteotime Info satellitengestützte Wetterstation arbeitet mit 433 Mhz und kann das Signal bis zu 30 m Freifeld übertragen. Ich hatte im Testmonat keinen einzigen Ausfall zum Funksender. Zeitgleich wurde der TFA Klimalogg Pro getestet, der mit 868 Mhz Funkfrequenz überträgt. Am extremsten Standort in der Wohnung (Luftlinie ca. 20 m mit 2 dicken Wänden und Terrassentür) hat der Klimalogg Pro aufgegeben, die Meteotime Info aber noch immer Signale empfangen. Die Empfangsleistung zum Außensender ist also sehr gut! Bitte beachten Sie, dass die Empfangsqualität standortabhängig ist und bei Ihnen schlechter oder besser sein kann.

Alarmfunktionen der TFA Meteotime Info im Test – Verfrühter Weckalarm bei Frost

Sonstige Funktionen sind die bereits erwähnte Funkuhr. Weiters verfügt die satellitengestützte Wetterstation über 2 Alarme (MO-FR bzw. einmaliger Alarm). Ein nettes Zusatzfeature ist die verfrühte Weckzeit bei Außentemperaturen unter 0 Grad. Man kann sich so je nach Einstellung 15-90 Minuten früher Wecken lassen, um zB genügend Zeit fürs Eis-kratzen zu haben.

Die Testergebnisse im Überblick

Die Wetterstation ist bisher Testsieger in der Kategorie der satellitengestützten Wetterstationen

Fazit zum Test der TFA Meteotime Info: Gelungene Verschmelzung von Meteotime mit Temperaturstation

Die satellitengestützte Wetterstation von TFA liefert wirklich zuverlässig die Prognosen für 4 Tage ins Haus. Das Meteotime-System wird wirkungsvoll und schön in Szene gesetzt. Leichte Abzüge gibt es beim Display, die aber durch die sehr hohe Genauigkeit der Temperatur- und Luftfeuchtigkeitsmessung, die zudem auf 3 Sensoren erweitert werden kann, wieder wett gemacht werden. Durch diese gelungene Kombination von Meteotime mit einer hochwertigen Temperaturstation ist der Kaufpreis von rund 85 Euro absolut gerechtfertigt und ist bisher Testsieger bei den satellitengestützten Wetterstationen.

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