Das TFA Bel Air Thermo-Hygrometer mit Außensender ist für die Raumklimakontrolle maßgeschneidert – dank aktiver Lüftungserinnerung. Die TFA Bel Air vergleicht das Außenklima mit dem Raumklima und teilt so zuverlässig mit, ob Lüften sinnvoll ist oder nicht. Das macht die TFA Bel Air einzigartig, es gibt aber noch eine Handvoll weiterer Gründe für die gute Testbewertung.

Die TFA Bel Air im Test – Das Konzept der aktiven Lüftungserinnerung macht durchaus Sinn

Raumklimastation mit Außensender am Prüfstand - Hohe Genauigkeit!

Die TFA Bel Air mit Außensender im Test - Sehr gut, wie der Test zeigt!

Wer Probleme mit Schimmel in den eigenen vier Wänden hat, kennt die goldene Regel: Lüften, Lüften, Lüften. Aber Lüften ist nicht gleich Lüften! Und genau hier setzt die TFA Bel Air an. Lüften hat nur Sinn, wenn das Außenklima das Raumklima verbessert. Ist es in der Wohnung feucht und außen kalt, sagt Ihnen die TFA Bel Air, dass Sie lüften sollen. Ein weit verbreiteter Irrtum ist es nämlich, bei Regen oder Kälte nicht zu lüften! Gerade kalte Luft, auch wenn es regnet, ist trockener als die warme Luft drinnen. Das weiß die TFA Bel Air. Ist es innen zu trocken und ein Lüften würde für etwas mehr Feuchte sorgen, zeigt Ihnen die TFA Bel Air an, dass Sie die Fenster aufmachen sollen. Würde ein Lüften das Raumklima verschlechtern (noch feuchter oder noch trockener machen), dann zeigt Ihnen die TFA Bel Air, dass Sie NICHT lüften sollen. Dieses System funktioniert toll und ist in der Bedienungsanleitung einfach erklärt – so können Sie nachlesen, warum und wie die TFA Bel Air reagiert.

Der Außensender der TFA Bel Air spielt eine wichtige Rolle

Bisher ist mir noch keine Wetterstation oder Thermo-Hygrometer in die Hände gefallen, das für die Raumklimaüberwachung die Außenmesswerte heranzieht. Genau das macht die TFA Bel Air dank dem kleinen Außensender mit LCD-Display.

Der Sender erfasst die Außentemperatur und –luftfeuchtigkeit alle 4 Sekunden mit 868 Mhz. Die maximale Reichweite beträgt 100 m, die Funkverbindung war im Test äußerst überdurchschnittlich, ich konnte am Testgelände keinen Funkausfall provozieren (3 Wände, 25 Meter Luftlinie). Ein kleines Statussymbol am Display der Basisstation der TFA Bel Air gibt Ihnen ein Live-Feedback zum Empfang. Bitte beachten Sie, dass die Empfangsqualität sehr standortabhängig ist!

Nachtrag 11.12.2014: Auf Amazon.de gibt es viele Rezensionen, die auf den schlechten Empfang hinweisen. Ich konnte das im Test allerdings nicht bestätigen. Verglichen mit den anderen ca. 30 Tests war die TFA Bel Air überdurchschnittlich. Mein Test fand allerdings bei wärmeren Temperaturen statt, es ist durchaus möglich, dass im Winter die Empfangsstärke überdurchschnittlich stark nachlässt. Ist aber nicht mehr als eine Vermutung. Ich rate in solchen Fällen immer, das Gerät einfach zu bestellen, und bei gravierenden Funkausfällen einfach zurückzuschicken. Auf Amazon ist das kein Problem. Vorher könnten Sie noch meine Tipps zur Verbesserung der Funkverbindung ausprobieren.

Die Basisstation – Farbige Skala visualisiert das aktuelle Raumklima

Die Basisstation selbst misst ebenso die Innentemperatur und –luftfeuchtigkeit. Das aktuelle Raumklima wird anhand der schönen, farbigen Skala mit Zeiger (5 Abstufungen) visualisiert. Die Skala reicht von WET bis DRY (feucht bis trocken). Hier haben Sie sofort das aktuelle Raumklima im Blickfeld. Darunter sehen Sie die Messwerte für innen und außen und dazwischen befindet sich das Herzstück der TFA Bel Air im Test: Die Lüftungserinnerung.

So funktioniert die aktive Lüftungserinnerung

zeigt, wann gelüftet werden soll, um das Raumklima mithilfe des Hygrometers zu verbessern

Oben der Zeiger für das aktuelle Raumklima, in der Mitte wird angezeigt, dass zurzeit keine Raumklima-Veränderung durch Lüften zu erwarten ist. ("No Change")

Zuerst sehen Sie 3 Symbole: More Wet, No Change, More Dry (feuchter, keine Veränderung, trockener). Per Pfeil wird angezeigt, wie ein Lüften das Raumklima ungefähr verändern würde. Der Grenzwert ist +/- 5 %. Wird also zB beim Lüften eine Senkung der Luftfeuchtigkeit von über 5 % erwartet, wird MORE DRY angezeigt. Weiters vergleicht die Basisstation das MORE DRY mit dem aktuellen Raumklima von der großen Skala oben am Display. Ist es aktuell feucht im Innenraum, wird zusätzlich ein Fenstersymbol zum Lüften angezeigt, da die Innen-Luftfeuchtigkeit beim Lüften wahrscheinlich um >5 % fallen wird. Es gibt sehr viele Varianten, wann die TFA Bel Air was anzeigt, ich will hier nicht noch weiter Verwirrung stiften. Im Prinzip müssen Sie es nicht verstehen, Sie müssen nur der TFA Bel Air ein wenig Vertrauen schenken. Das Konzept ist wirklich sinnvoll und durchdacht und hat im Test ausgezeichnet funktioniert. Für Interessierte bietet die Bedienungsanleitung eine Tabelle mit den Darstellungsvarianten.

Die Bedienung ist sehr einfach, da es nicht sehr viel zu bedienen gibt


Die TFA Bel Air Raumklimastation hat nur 3 Tasten (2 davon zum Wechsel zwischen °C und Fahrenheit an der Rückseite). Eine Taste befindet sich auf der Vorderseite zum Anzeigen+Löschen der Min-Max Werte. Das war’s schon. Die TFA Bel Air wurde erschaffen, um bei der Raumklimakontrolle zu helfen, weitere Funktionen fehlen gänzlich, sind aber auch nicht notwendig. Batterien werden insgesamt 4 AAA benötigt, sind nicht im Lieferumfang.

Sehr reaktionsschnell und genau! Auch das zeichnet die TFA Bel Air im Test aus

Die Reaktionsschnelligkeit ist bei einer Raumklimastation äußerst wichtig, schließlich will man ja sofort sehen, wie sich das Raumklima beim Lüften verändert. Auch hier ist die TFA Bel Air sehr gut! Die TFA Bel Air reagiert eine Spur schneller als der viel teurere Klimalogg Pro und kommt fast an die TFA ComfortControl, das rascheste Gerät bisher, ran.

Die Genauigkeitsdaten der TFA Bel Air im Test:

  • Temperatur innen: durschn – 0,25 °C (Einzelmessung max -0,4 °C)
  • Temperatur außen: durschn + 0,15 °C (Einzelmessung max +0,3 °C)
  • rel. Luftfeuchte innen: + 3% Kochsalzlösungstest
  • rel. Luftfeuchte außen: + 2 % Kochsalzlösungstest

Diese Testdaten sind hervorragend für den Preis von rund 35 Euro. Der Hersteller TFA Dostmann gibt beim Außensender eine Toleranz von +/- 1°C und +/- 3 % zwischen 35 und 75 % an. Zu den Innen-Messwerten der TFA Bel Air konnte ich leider keine Toleranzenangaben finden.

Weiterer Pluspunkt:
Die Basisstation und der Außensender haben nebeneinanderliegend im Test eine maximale Differenz von 0,4 °C und 3 % aufgewiesen, was in dieser Preisklasse einfach hervorragend ist und gerade bei diesem Gerät, wo es um das Vergleichen der Außen- mit den Innenmesswerten geht, enorm wichtig.

Das Display der TFA Bel Air im Test – Perfekt

Am Display der TFA Bel Air gibt’s auch rein gar nichts zu meckern. Ablesbarkeit ist perfekt, kaum nachlassend bei spitzen Blinkwinkeln, kontrastreich und sogar mit Farbe versehen – so soll ein Display sein. Das Gehäuse ist gut verarbeitet, prahlt aber nicht mit Design und materieller Hochwertigkeit. Dennoch klappert nichts und gerade bei diesem Gerät stehen die Funktionen im Vordergrund.

Fazit zum Test der TFA Bel Air Raumklimastation: Sinnvolles Konzept hervorragend umgesetzt

Die TFA ComfortControl war im Bereich der „Schimmelwarner“ bisher unangetastet. Nun kommt ein ernsthafter Konkurrent dazu. Die TFA Bel Air warnt zwar nicht direkt vor Schimmel, hilft Ihnen aber, das Raumklima durch richtiges Lüften optimal zu verbessern und trägt viel zum Verständnis der Wechselwirkungen von Außen- und Raumklima bei. Perfektes Display, gute Empfangsleistung, Genauigkeit und Konsistenz in den Messwerten und Reaktionsschnelligkeit runden das Konzept der TFA Bel Air ab und führen zu einem sehr guten Preis-Leistungsverhältnis.
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Testergebnisse zur TFA Bel Air Funkwetterstation - Alle Ergebnisse des Tests