Die TFA Maxim II Temperaturstation verzichtet auf großen Schnickschnack. Die genaue Messung der Temperatur und relativen Luftfeuchtigkeit stehen im Mittelpunkt. Bis zu drei Außensender sind einsetzbar! Wie genau ist sie wirklich? Das zeigt der ausführliche Testbericht.

Optimal zur Überwachung der Luftfeuchtigkeit – Die Funktionen der TFA Maxim II Temperaturstation im Überblick

Testbericht der kleinen aber feinen Raumklimstation

Klein und unauffällig, Funksender mit LCD-Display - Die TFA Maxim II im Test

Die TFA Maxim Temperaturstation hat im 4-wöchigen Testzeitraum gute Dienste geleistet. Ich lebe in einer feuchten und dadurch ziemlich Schimmel-anfälligen Wohnung. Mit Hilfe der TFA Maxim II Raumklimastation war die Überwachung der Luftfeuchtigkeit deutlich einfacher. Neben Innen-Temperatur und Außentemperatur, die über den Funksender empfangen wird, werden auch die Werte der relativen Luftfeuchtigkeit für den Innen- und Außenbereich erfasst und wirklich sehr einfach und übersichtlich am sehr guten Display dargestellt. Die Basisstation wurde im Wohnzimmer platziert, der Außensender im feuchtesten Zimmer der Wohnung. So hat man die Raumklima-Daten von zwei Zimmern übersichtlich am Display der Basiseinheit zum Ablesen bereit.

Zusätzlich verfügt die Basiseinheit der TFA Maxim II eine Raumkomfort-Anzeige für die Innen-Messdaten (lachender oder weinender Smiley). So erkennen Sie, ob Sie zB mehr lüften bzw. die Heizung mehr aufdrehen sollten.

Die große Funkuhr inkl. Datum im oberen Display-Bereich rundet die Funktionen der TFA Maxim Temperaturstation ab.

Die Maxim II Funkwetterstation kann mit bis zu 3 Außensendern arbeiten!

Ausführlicher Testbericht der Temperaturstation TFA Maxim II

Die TFA Maxim II hat ein sehr gutes, kontrastreiches, übersichtliches Display

Für all jene, die mehrere Räume überwachen wollen: Es können bis zu 3 Außensender verbunden werden! Der anzuzeigende Kanal kann manuell am Display ausgewählt werden. Der Bonus ist das kleine LCD-Display am Sender, so hat man die Messwerte des Senders auch direkt im jeweiligen Standort zur Verfügung. Natürlich können die Funksender auch im Freien platziert (Wandmontage oder Standfuß) werden, der Empfang funktionierte im Test sehr gut und braucht den Vergleich mit teureren Wetterstationen nicht zu scheuen. Die Raumklimastation arbeitet mit der 868 Mhz Technik und überträgt die Daten alle 4 Sekunden über max. 100 Meter an die Basiseinheit. Ein Symbol symbolisiert in Echtzeit, ob das letzte Signal empfangen wurde oder nicht. Leider gibt es keine Taste für den Sendersuchlauf. Allerdings wurde der Empfang bei Signalausfall innerhalb 15 Minuten von selbst wieder gefunden (sofern die Distanz reduziert bzw. Störquellen entfernt wurden).

Für sämtliche Messwerte (innen und aller 3 Channel) werden die Min/Max-Werte gespeichert und für alle (!) Temperatur-Maxima bzw. Minima auch die Zeitstempel gespeichert, die manuell für jeden Kanal separat zurückgesetzt werden können.

Die Optik und Haptik im Test – Qualität oder Billigschiene?

Die TFA Maxim II wird durch den Kunststoff-Look dominiert. Allerdings wirkt sie hochwertig verarbeitet. Abzüge gibt es jedoch bei den vier Tasten: Sie haben zwar einen deutlichen Druckpunkt, leider reagieren sie oft erst beim zweiten, festeren Drücken.

Das Display ist absolut überzeugend. Der Kontrast lässt sich sehr fein einstellen. So können Sie den Kontrast an den vorherrschenden Blickwinkel anpassen. Je nach Blickwinkel ist weniger Kontrast oft besser! Die Zifferngröße ist exzellent, so lassen sich sämtliche Messwerte auch aus größerer Distanz leicht ablesen.

Die Genauigkeit der TFA Maxim II im kritischen Test – Wie genau ist die Temperaturstation?

Drei Faktoren habe ich am Testgerät geprüft: Temperaturgenauigkeit, Genauigkeit der rel. Luftfeuchtigkeit und die Reaktionsschnelligkeit sämtlicher Messwerte.

Die Temperaturgenauigkeit hat im Test überzeugt. Nebeneinanderliegend haben Basiseinheit und Außensender fast dieselben Werte angezeigt (max. +/- 0,1 °C Abweichung). Im Vergleich zum genauen Referenzthermometer waren die Werte der Maxim II etwas zu hoch, jedoch noch immer sehr genau. Die durchschnittliche Innen-Temperaturabweichung lag bei + 0,3 °C, genauso wie beim Außensender.

Die relative Luftfeuchtigkeit ist ja bekanntlich schwieriger zu messen, weshalb selten Toleranzen, und wenn, dann eher grobe Toleranzen von den Herstellern angegeben werden (meist +/- 5 %). TFA Dostmann gibt für die Maxim II Temperaturstation keine Toleranzen an. Nebeneinander-liegend wiesen Basiseinheit und Funksender einen Abstand von 6 % auf, was innerhalb einer +/- 5 % Toleranz liegen würde. Im genauen Kochsalzlösungstest kam dann folgende IST-Genauigkeit des Testgerätes ans Tageslicht: Basiseinheit -2 % Abweichung, Funksender +4 % Abweichung. Sieht auf den ersten Blick nicht sehr genau aus, liegt aber klar innerhalb der fiktiven Toleranzen, deshalb bezeichne ich die Luftfeuchtigkeitsmessung zwar nicht als überragend, aber dennoch als genau.

Die Reaktionsschnelligkeit wurde beim Lüften der Räume klar ersichtlich. Die Basiseinheit reagierte vorzüglich, sowohl bei Temperatur als auch bei der relativen Luftfeuchtigkeit. Der Außensender war etwas langsamer. Grund dürften die (zu) kleinen Lüftungsschlitze sein.

Die Messbereiche der Basiseinheit liegen von -9,9 °C bis +59,9 °C (10 Sekunden Messintervall) bzw. 1-99 % (20 Sekunden), Funksender -39,9 °C bis +59,9 °C bzw. 1-99 % (je 4 Sekunden).

Fazit zum Test der Maxim II von TFA: Ideal zur Raumklimakontrolle

Sehr gutes Display, Schlichtheit, gute Genauigkeit (wenn auch nicht überragend) und die Erweiterbarkeit auf drei Außensensoren machen die Maxim II aufgrund des Tests für mich zu einer idealen Raumklimastation zum relativ günstigen Preis, mit der sich neben dem Außenbereich auch mehrere Räume überwachen lassen. Wer sich diese Funktionen wünscht und nicht viel Geld für eine Temperaturstation ausgeben will, wird sicher Freude mit der TFA Maxim II haben.

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Das Funkthermometer mit Luftfeuchtigkeitsmessung im Test - Die Ergebnisse