Die Hama EWS 390 hat im Test vor allem durch die gelungene Wettervorhersage mit 24 Stunden Diagramm und Messgenauigkeit punkten können. Optisch fällt die wuchtige Hama Wetterstation durch Apple-Ähnlichkeiten definitiv auf und überzeugt vor allem mess-technisch und durch eine hohe Funktionsvielfalt, Abzüge gibt es im Test jedoch beim Display.

Die Funktionen der Hama EWS 390 im kurzen Überblick

Testbericht über die Wetterstation von Hama - Das Design

Die große Hama EWS 390 mit Funksender im Test - Erinnert an das Apple-Design

Die Hama Wetterstation verfügt über eine Wettervorhersage mit 5 Symbolen, 24 h Luftdruckdiagramm (die letzten 36 Werte werden gespeichert und können abgerufen werden), eine Raumkomfortanzeige, misst Außentemperatur und relative Außenluftfeuchtigkeit mittels Funksender (mit LCD-Display), die Basisstation ebenso. Min/Max-Werte werden gespeichert, die Mondphase wird angezeigt und kann für die letzten oder nächsten 39 Tage abgerufen werden und für die Außentemperatur kann ein Temperaturalarm programmiert werden. Zudem gibt es bei der Hama EWS 390 eine Funkuhr mit Alarmfunktionen und eine blaue Display-Beleuchtung. Bedient wird das Gerät über insgesamt 12 Tasten an Vorder- und Rückseite. Nun zum Test all dieser Funktionen der Hama Wetterstation.

Die Hama EWS 390 im Test – Optik nett, Display naja

Optisch hebt sich die Hama Wetterstation definitiv von der Konkurrenz ab. Was sofort auffällt, ist das große, schwere Gehäuse. Das relativ hohe Gewicht erzeugt den Eindruck von Hochwertigkeit. Vom Design (speziell durch den runden Bedienungs-Ring an der Vorderseite) her erinnert es stark an Apple-Produkte. Auch wenn die Verarbeitung nicht mit Apple mithalten kann – die Hama EWS 390 ist eine der besseren Wetterstationen hinsichtlich der Verarbeitung. ABER – Das Display ist in Relation zum Gehäuse eher klein geraten. Die vielen Funktionen der Hama kommen auf diesem Display schlechter zur Geltung – das dicke Gehäuse wirkt sehr dominant. Das Gerät verfügt über 12 Tasten, das ist Rekord in meinen Tests! Hier wurde bestimmt die Tastenanzahl so erhöht, dass man die nette (Apple) Optik an der Vorderseite erzeugen konnte. Das Display selbst ist leider verspiegelt und aus hohen und tiefen Blickwinkeln schwer abzulesen. Die Ablesbarkeit ist auf Augenhöhe am besten – wenn es nicht spiegelt. Positiv ist die blaue Display-Beleuchtung, die im Test wirklich gut war. Das war‘s auch schon mit der Hauptkritik an der Hama EWS 390 – nun zu den positiven Eigenschaften der Hama Wetterstation im Test.

Die Wettervorhersage der Hama EWS 390 verdient sich die volle Punkteanzahl

Die Basisstation der EWS 390 im Test

Das Display - Auf Augenhöhe gut, bei schrägen Blickwinkeln schwächer und leider verspiegelt

Die Wetterstation von Hama verfügt über 5 Wettersymbole (Sonne, leicht bewölkt, bewölkt, Regen, Schnee), 3 Tendenzpfeilen, Messwert des Luftdrucks (Höhenkorrektur vornehmbar!) und vor allem über ein 24 h Luftdruck Diagramm. Dieses 24 h Luftdruckdiagramm macht den Unterschied zu einem Großteil der Wetterstationen ähnlicher Preisklasse aus. Während eine Wettervorhersage rein über Wettersymbole keinen Spielraum für Eigeninterpretationen zulässt und man sich blind auf die Vorhersage der Wetterstation verlassen muss, können mithilfe des 24 h Luftdruckdiagramms durchaus eigene Schlüsse gezogen werden. Zudem speichert die Basiseinheit sogar die Luftdruckwerte der letzten 36 Stunden, die durchgeblättert werden können. Was im Test der Hama EWS 390 dann wirklich positiv aufgefallen ist – die Wetterprognose war um einiges genauer als bei der Oregon Wetterstation RAR 501 und TFA Spectro, die ebenfalls zeitgleich Einsatz waren. Die Wettersymbole der Hama EWS 390 reagieren auf Luftruckänderungen viel langsamer und die Symbole sind dadurch viel eher plausibel.

Trotzdem gilt – Eine luftdruckbasierte Wetterprognose wird niemals den professionellen Wetterbericht ersetzen …

Der Funkempfang der Hama EWS 390 im Test

Der Funkempfang der Hama Wetterstation war im Test eine Spur schwächer als bei der Oregon Scientific RAR 501, die aber überdurchschnittlich gut war. Dennoch – Eine Terrassentür, eine Betondecke und eine Wand wurden durchdrungen. Bei Bedarf kann ein Sendersuchlauf gestartet werden. Die Wetterstation von Hama arbeitet mit 433 Mhz (Reichweite offiziell max. 30 Meter) und überträgt alle 45 Sekunden an die Basisstation. Die Wetterstation kann übrigens auf bis zu 3 Funksender erweitert werden.

Bitte beachten Sie, dass der Funkempfang sehr standortabhängig ist

Die Messgenauigkeit der Hama Wetterstation im Test – In dieser Preisklasse überzeugend

Hier gibt es an der Hama Wetterstation wenig auszusetzen. Die Innentemperatur wies mit durchschnittlichen +0,5 °C die höchste Abweichung auf, der Außensender war mit +0,1 °C im Schnitt hingegen sehr gut. Bei der Luftfeuchtigkeit lagen beide Messwerte im Schnitt bei 2 % unter dem Referenzwert. Nebeneinanderliegend hatten Basisstation und Funksender der Hama EWS 390 eine maximale Abeichung von 0,5 °C und 5 % zueinander, meistens jedoch deutlich weniger. In dieser Preisklasse ist das überdurchschnittlich gut.

Die, laut Hama, „empfohlenen“ Messbereiche der EWS 390 liegen bei der Basisstation zwischen -5 und +50 Grad Celsius bzw. zwischen 25 % und 90 % rel. Luftfeuchtigkeit. Beim Außensender zwischen -10 und +60 °C (wobei ich -10 Grad etwas schwach finde, aber es handelt sich um den „empfohlenen Messbereich“ – im Test habe ich übrigens problemlos -20 Grad im Gefrierfach erreicht) und 25 bis 95 % rel. Luftfeuchtigkeit.

Die Mondphase – auch für +/- 39 Tage abrufbar

Ein spezielles Feature an der Hama EWS 390 Wetterstation ist die Mondphasenanzeige, die über den Kalender für +/- 39 Tage abgerufen werden kann. Leider ist die Auflösung des Mondphasensymbols aber „nur“ 8-stufig. Will man also zB das genaue Datum des nächsten Vollmondes herausfinden – dann ist das tag-genau nicht möglich, da die Mondphase „Vollmond“ bei der Hama Wetterstation 3 bis 5 Tage dauern kann.

Verfrühter Weckalarm bei Frost

Ein weiteres spezielles Feature an der Hama Wetterstation ist ein Weckalarm, der bei einer Außentemperatur von unter 2 Grad um 15/30/45/60 Minuten (je nach Einstellung) früher, als der „normale“ Weckalarm eingestellt wurde, anschlägt. Der normale Wecker kann für Wochentage oder einmalig eingestellt werden. Die Schlummer-Taste legt den Wecker für 8 Minuten still, die Schlummer Taste befindet sich leicht erreichbar oben am Gehäuse.

Fazit zum Test der Hama Wetterstation EWS 390: Sehr gute Wettervorhersage, durchschnittliches Display

Die Wettervorhersage der Hama EWS 390 Wetterstation konnte im Test durch hohe Funktionsvielfalt, allem voran das 24 h Diagramm überzeugen. Die Messwerte sind zudem durchaus genau, auch die Funkverbindung war im Test stabil. Abzüge gibt es bei der sehr blickwinkel-abhängigen Ablesbarkeit des Displays, das in Relation zur Gehäusegröße auch etwas klein geraten ist. Wem die Optik gefällt und das Gerät ca. auf Augenhöhe platziert, bekommt technisch eine gute und preiswerte Wetterstation von Hama.

[asa]B0036NOJE6[/asa]

Hama Wetterstation EWS390 - alle Testergebnisse